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Zwischen Macker und Weichei – Warum die Männer von heute nicht mehr aufregend sind

Der Mann geht arbeiten, die Frau schmeißt den Haushalt – diese strikten Geschlechterrollen gehören glücklicherweise der Vergangenheit an. Das liegt hauptsächlich daran, dass Frauen sich modernisiert haben und alte Traditionen über Bord geworfen wurden. Doch während die Mehrheit der Frauen langsam in ihre neue Rolle hineingewachsen ist, blieben die Männer ein wenig auf der Strecke. Viele Männer von heute haben ihre neue Rolle nicht gefunden, sie befinden sich irgendwo auf der Suche nach ihrer Identität zwischen alten traditionellen Rollen und modernen Anforderungen. Für Frauen ist das vor allem anstrengend! Keine Frage, früher war nicht alles besser, besonders nicht für Frauen. Trotzdem wünscht Frau sich manchmal die gut gekleideten und charmanten Männer aus den alten Filmen zurück, die irgendwie alles im Griff hatten. Warum sind die Männer von heute nicht mehr so aufregend?

1. Sie definieren sich über ihren Job

Was Du bist Barkeeper und arbeitest in einer Medienagentur? Ist ja aufregend! Nein, ist es nicht. In Zeiten, in denen sowohl Mann als auch Frau irgendwelchen Jobs nachgehen, ist es doch gar nicht mehr so wichtig, wer was macht. Natürlich kann ein Beruf etwas über die Person aussagen, muss er aber nicht unbedingt. Die Persönlichkeit hängt ja nicht nur vom Job ab. Bei vielen Männern von heute scheint sich aber die Macke durchgesetzt zu haben, dass ihr Job ihr ein und alles ist. Ständig feiert der moderne Mann sich und seine Arbeit, hält sich selbst für unverzichtbar, während Frauen im selben Job die Sache eher entspannt sehen. In ihrem Freundeskreis profilieren Männer von heute sich mit der Anzahl ihrer Überstunden, die sie als bester Mitarbeiter natürlich leisten müssen, weil kein anderer ihrer Aufgabe gewachsen ist. Zuhause darf die Freundin sich dann das Gejammer über den Stress in der Arbeit anhören. Nicht falsch verstehen, es ist toll, wenn man Gefühle zeigt, aber sich vor anderen über seinem Job zu definieren und Zuhause das Weichei zu mimen kommt nicht so gut an. Nur weil ein Job cool klingt, muss Man(n) ja nicht gleich Applaus erwarten. Mal abgesehen davon, dass ein ständig müder und überarbeiteter Mann nicht gerade aufregend ist.

2. Zwischen Macker und Weichei

Bei den Männern von heute scheint es hauptsächlich Extreme zu geben. Entweder der moderne Mann gibt den großen Macker, die Einstellung und das Benehmen muten irgendwie mittelalterlich an, oder sie werden zu verzogenen Weicheiern, die von ihren Müttern so verhätschelt wurden, dass sie auch im Erwachsenenalter keine Entscheidung ohne Mami treffen können. Egal welches Extrem- keines ist für eine moderne Frau wirklich akzeptabel. Dabei wäre es gar nicht so kompliziert eine Rolle zu finden, die es den Männern von heute möglich macht, starke Schulter zum Anlehnen zu sein und trotzdem auch mal Softie sein zu können. Das würde allerdings voraussetzen, dass sie sich wirklich damit befassen, wer sie sein möchten und Männer die Macke ablegen, so viel Wert auf ihren Status zu legen.

3. Die Außenwirkung ist das A und O

Wie sie auf andere wirken scheint den Männern von heute sowieso sehr wichtig zu sein. Egal ob vor dem besten Freund oder vor Arbeitskollegen, die Außenwirkung muss immer on Point sein. Männer, ihr habt eine Macke! Schlechte Laune oder mal Probleme? Haben moderne Männer nicht. Zumindest nicht offiziell. Probleme machen nur die Frauen, weil die ja ach so kompliziert sind mit ihren ganzen Emotionen. Dass Emotionen aber ehrlich sind und ganz normal wird dann gerne vergessen. Es wirkt eben nicht so cool auch mal zuzugeben, wenn es gerade nicht so läuft. Auf Dauer ist es dann für Frauen nicht so leicht, diese Persönlichkeiten zusammenzubringen. Schließlich kennt man seinen Partner und weiß, dass auch er mal Softie sein kann. Oft kann Frau sich dann über die Angeberei vor den Freunden nur wundern. Nicht zu sich selbst stehen zu können wirkt nicht gerade lässig.

4. Sie wissen nicht was sie wollen

Während die Frauen dieser Welt ihre Rechte bis heute immer wieder einfordern müssen, hatten die Männer eine relativ gleichbleibende Rolle. Doch seit der zunehmenden Gleichberechtigung von Mann und Frau haben Männer von heute eher ein Problem, ihre Rolle in die neue Gesellschaft einzuordnen. Das Rollenverständnis der modernen Männer ist ins Wanken geraten, der Mann von heute sucht sich selbst. So richtig gefunden scheinen viele Männer sich aber noch lange nicht zu haben- irgendwo zwischen einsamer Wolf, Familienmensch, Abenteurer, Softie, Macho und Weichei torkelt der moderne Mann umher ohne wirklich zu wissen, wo er hin will. Dabei stehen Frauen heutzutage vor sehr ähnlichen Lebensfragen, nur sind Frauen es gewohnt ihre Rolle zu hinterfragen und zu ändern. Männer von heute scheinen oft keinen Schimmer zu haben, was sie wollen, daher fällt es ihnen auch so schwer, ihre Rolle einzuordnen.

Besonders in Liebesfragen machen es die Männer von heute den Frauen nicht gerade leicht. Das bekommen auch die Studentin Gaby und ihre Freundinnen in dem Roman „Wo sind die Männer, vor denen uns unsere Mütter immer gewarnt haben?“ von Monika Eschborn zu spüren: Egal ob bei Blind-Dates, Single-Treffs oder im ganz normalen Alltag- ständig stolpern die Studentin Gaby und ihre Freundinnen über Mängel und Macken bei Männern. Doch dann haben sie eine Idee, wie sie doch noch ihren Mister Right finden können…

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