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Königskronen
Historische Liebesromane

Wenn die Royals sich verlieben- 5 royale Liebesgeschichten, die nicht funktionieren konnten

Obwohl die Monarchen zunehmend weniger Einfluss auf das politische Geschehen haben, interessieren wir uns noch immer brennend für das Leben der königlichen Kinder. Besonders im Fokus steht dabei die königlichen Liebe, die oft ein bisschen anmutet, wie aus William Shakespeares Feder: Große Gefühle aber auch große Tragik. Das Happy End bleibt oft aus, in der Realität verlaufen die royalen Beziehungen leider nicht immer wie im Film- Besonders das englische Königshaus liefert hierfür jede Menge Stoff. Diese wohl bekanntesten royalen Liebesgeschichten konnten nicht funktionieren:

1. Heinrich VIII. und Anne Boleyn

Eine der bekanntesten royalen Beziehungen, die nicht funktionieren konnte, ist wohl die vom englischen König Heinrich VIII. und Anne Boleyn. Heinrich VIII. war zwar mit Königin Katharina von Aragón verheiratet, verliebte sich aber in die Hofdame Anne Boleyn. Die königliche Liebe ging so weit, dass Heinrich VIII. mit der katholischen Kirche, die die Ehe mit Anne Boleyn verhindern wollte, brach, um eine Scheidung von seiner ersten Ehefrau zu erzwingen. Schließlich heirateten der englische König und Anne Boleyn. Allerdings hielt das Glück dieser royalen Beziehung nicht lange: Auch Anne Boleyn gebar Heinrich VIII. nicht den ersehnten männlichen Thronfolger. Sie geriet beim König zunehmend in Ungnade- die königliche Liebe endete in der Enthauptung Anne Boleyns. Nicht nur Anne Boleyn widerfuhr dieses unglückliche Schicksal. Die Ehen von Heinrich VIII., die darauf folgten, endeten entweder mit der Annullierung oder mit der Enthauptung der jeweils neuen Königin.

2. Königin Elisabeth I. und Lord Robert Dudley

Auch die Tochter von Heinrich VIII., Königin Elisabeth I. hatte kein Glück in der Liebe. Als brillante Regentin gelang es ihr zwar ihr Land zu einen, ihr privates Leben ist allerdings gezeichnet von verhinderten Ehen und unerwünschten royalen Beziehungen. Die Namensgeberin des Elisabethanischen Zeitalters ist deshalb auch als The Virgin Queen bekannt. Bevor Elisabeth den Thron bestieg, wurden immer wieder Pläne zur Verheiratung Elisabeths geschmiedet. Allerdings versuchte jede Partei ihre Interessen zu vertreten und so wurden sämtliche Ehen verhindert. Während ihrer Herrschaftsjahre spielte ihr Jugendfreund Robert Dudley eine große Rolle. Obwohl über eine Liebe zwischen Elisabeth I. und Robert Dudley spekuliert wird, führte diese königliche Liebe zu keiner Ehe. Grund dafür war zum einen der Umstand, dass Robert Dudley verheiratet war, zum anderen fürchteten Vertreter des Hochadels den großen Einfluss Robert Dudleys auf Elisabeth I. Eine Ehe zwischen den beiden wurde stets verhindert, auch weil jene Vertreter dadurch eine gewinnbringende Ehe mit einem ausländischen Prinzen in Gefahr sahen. Die königliche Liebe hielt wohl dennoch an, Elisabeth I. heiratete nie.

3. Prinzessin Margaret und Peter Townsend

Eine royale Beziehung der neueren Zeit, die nicht funktionieren konnte, war die zwischen Prinzessin Margaret, der Schwester von Königin Elisabeth II. und dem Fliegeroberst Peter Townsend. Die beiden lernten sich kennen, als Peter Townsend als königlicher Stallmeister ihrem Vater diente. Prinzessin Margaret hegte ihre königliche Liebe seit 1947, öffentlich wurde die royale Beziehung im Jahr 1953, als Prinzessin Margaret unter der Beobachtung sämtlicher Kameras einen Flusen vom Revers von Peter Townsend wegwischte. Um die Gerüchte um die Romanze zu stoppen und eine Ehe zu verhindern, drohten ihre Mutter und ihre Schwester mit dem Entzug aller königlichen Privilegien. Townsend wurde in die britische Botschaft nach Brüssel versetzt. Damals steckte das Trauma der Abdankung von Eduard VIII. noch in den Knochen der britischen Gesellschaft und ein geschiedener Mann war keine geeignete Partie für Prinzessin Margaret. Sie musste sich entscheiden- für ihre königliche Liebe und ein Leben abseits der königlichen Gesellschaft oder für ein Leben am Königshof. Prinzessin Margaret war nicht bereit, ein Leben abseits vom königlichen Glanz zu wählen. Sie entschied sie sich 1955 gegen die royale Beziehung. Die verhinderte Ehe zu Peter Townsend gilt noch heute als größte Tragödie im Leben von Prinzessin Margaret- Ihr Leben war von Rebellion, Enttäuschung und Verzicht gekennzeichnet

4. Prinz Charles und Lady Diana

Die Hochzeit der gerade einmal 20 Jahre alten Lady Diana Spencer mit dem Thronfolger Prinz Charles im Jahr 1981 stand schon damals unter keinem guten Stern: Diana war nur zweite Wahl. Prinz Charles hatte seine königliche Liebe schon einige Jahre zuvor der Majors Tochter Camilla Shand geschenkt. Während Prinz Charles zwei Jahre zur See musste heiratete Camilla, was eine Ehe zwischen den beiden zunächst verhinderte. Also entschied Prinz Charles sich für Lady Diana, die vom Königshaus als geeignete Frau angesehen wurde. Kurz nach der prunkvollen Hochzeit von Prinz Charles und Prinzessin Diana lebte die royale Beziehung zwischen Prinz Charles und Camilla Parker-Bowles wieder auf- für Prinzessin Diana, die geradezu von den Medien verfolgt wurde, ein unhaltbarer Zustand. Auch sie flüchtete sich in Affären. Die Ehekrise konnte 1992 nicht mehr verheimlicht werden- in enger Zusammenarbeit mit Prinzessin Diana wurde ihre „wahre Geschichte“ veröffentlicht. Damals sprach Prinzessin Diana von einer „Ehe zu Dritt“. Der Ehekrieg zwischen Prinz Charles und Prinzessin Diana wurde öffentlich ausgetragen. Die royale Beziehung endete 1996 mit der Scheidung. Prinzessin Diana, die „Königin der Herzen“ kam nur ein Jahr später bei einem tragischen Unfall ums Leben. Prinz Charles kehrte zu seiner großen Liebe, Camilla Parker Bowles zurück. Die Gründe, die eine Ehe damals verhinderten, waren gewichen. Auch Camilla war mittlerweile geschieden. Im Jahr 1999 wurde die royale Beziehung zwischen Prinz Charles und Camilla offiziell, im Jahr 2005 wurde ihre königliche Liebe durch eine Hochzeit perfekt.

5. Prinzessin Meriam al-Khalifa und US-Soldat Jason Johnson

Den Stoff für einen Film bot die Liebesgeschichte von Prinzessin Meriam Al-Khalifa und dem US-Soldat Jason Johnson: Die damals 19-jährige Prinzessin des Wüstenstaates Bahrain verliebte sich in den 23-jährigen US-Soldaten, während dieser in Bahrain stationiert war. Die beiden begegneten sich in einem Supermarkt zum ersten Mal. An eine öffentliche royale Beziehung war nicht zu denken- die Prinzessin war bereits einem anderen Mann versprochen. Da unter diesen Umständen zu erwarten war, dass die Familie von Prinzessin Meriam diese königliche Liebe zu einem bürgerlichen Soldaten verhindern würde, schmuggelte Jason Johnson Prinzessin Meriam im Jahr 1999 in einem Militärflugzeug von Bahrain in die USA. Die Familie von Prinzessin Meriam versuchte eine Ehe zu verhindern- das Paar heiratete dennoch in Las Vegas. Die beiden lebten bescheiden in einer kleinen Wohnung. Nur fünf Jahre nach der Hochzeit reichte Prinzessin Meriam die Scheidung ein- Grund dafür waren wohl das Drängen der arabischen Familie, nach Bahrain zurück zu kehren und kulturelle und religiöse Differenzen. Prinzessin Meriam lebt heute in Las Vegas, kehrte aber zu einem Familienbesuch schon 2001 nach Bahrain zurück.

Eine fesselnde Liebesgeschichte im Orient beschreibt die Autorin Florencia Bonelli in ihrem Roman „Was deine Augen sagen“: Nachdem Aldo, der Traummann der jungen Francesca die Frau geheiratet hat, die seine Familie für ihn vorgesehen hat, flieht Francesca aus Buenos Aires nach Genf, um in der argentinischen Botschaft zu arbeiten. Kurz darauf wird Francesca nach Riad in Saudi-Arabien versetzt. Dort lernt sie Prinz Kamal Al-Saud, den Thronerben des saudischen Königshauses, kennen. Die beiden stürzen sich in eine leidenschaftliche Affäre vor einer herrschaftlichen Kulisse wie aus 1001 Nacht. Die königliche Familie missbilligt die royale Beziehung zu Francesca. Als plötzlich auch noch Aldo wieder in Francescas Leben auftaucht, gerät Francescas Leben völlig durcheinander….

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