Große Gefühle

Stark sein: Sprüche & Lebensweisheiten

„Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen.“

„Wenn richten, dann aufrichten.“

„Willst Du stark sein, musst Du Deine Schwächen kennen.“

Wenn es um Sprüche und Lebensweisheiten zum stark sein geht, scheint der Fundus unerschöpflich zu sein. Kein Wunder, denn wollen wir nicht alle dazu in der Lage sein, den Höhen und Tiefen des Lebens souverän und mit Leichtigkeit zu begegnen? Uns nicht einschüchtern oder unterkriegen zu lassen, stets zu unseren Prinzipien stehen – oder zumindest welche haben? Wollen wir nicht alle erhobenen Hauptes und mit geraden Schultern durch die Welt gehen und unser volles Potenzial entfalten, ohne uns unseren Schwächen hinzugeben?

Zum Thema Stark sein: Sprüche & Lebensweisheiten mögen gut gemeint sein und für den Moment helfen. Doch was genau ist mentale Stärke eigentlich? Was zeichnet starke Menschen aus? Ist stark sein erlernbar – und wenn ja, wie? Wenn Stark-sein-Sprüche Dir nicht mehr reichen und Du endlich dem Leben mit all seinen Ups and Downs wie in Jojo Moyers Romanreihe klarkommen willst, dann solltest Du Dir unsere paar Tipps nicht entgehen lassen!

Warum ist stark sein eigentlich so erstrebenswert?

Du denkst, das sei eine überflüssige Frage? Motivations-Coaches und Psychologen sind sich jedoch einig darüber, dass eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für das Erreichen von Zielen ist, zu wissen, warum man sie überhaupt erreichen will! Deshalb ist es auch für Dich wichtig herauszufinden, was Du Dir davon versprichst, stärker zu werden. Erhoffst Du Dir ein erfolgreicheres Leben? Erhoffst Du Dir, weniger unter Deinen Schwächen zu leiden und das Leben besser auskosten zu können? Oder wünschst Du Dir, endlich Dein volles Potenzial ausschöpfen zu können und stark genug zu sein, um Dich nicht immer wieder von Deinen Zielen ablenken zu lassen? Vielleicht hoffst Du auch, durch mehr Selbstvertrauen endlich den richtigen Partner und die große Liebe zu finden. Was auch immer mentale Stärke für Dich so erstrebenswert macht – sei Dir über das Warum Deiner Motivation im Klaren. Denn nur wenn Du es kennst, hast Du auch in schwierigen Momenten eine klare Motivation, um durchzuhalten – und endlich ein starker und souveräner Mensch zu werden. Kleine Motivationshilfen wie Stark-sein-Sprüche können Dir ebenfalls helfen.

Was mental starke Menschen niemals tun würden

Klar, was starke Menschen alles tun, muss man erstmal selbst hinbekommen. Doch Du kannst auch einfach damit anfangen, gewisse Dinge nicht mehr zu tun. Hier eine Liste mit 12 Dingen, die starke Menschen niemals tun würden:

  • Sich in Selbstmitleid suhlen
  • die Schuld auf andere schieben
  • Angst vor Veränderungen haben
  • Sich über Dinge ärgern, die sich nicht ändern können
  • Zu viel Wert auf die Meinung anderer legen
  • Angst vor kalkulierbarem Risiko haben
  • Der Vergangenheit nachtrauern Zweimal denselben Fehler machen
  • Anderen den Erfolg nicht gönnen
  • Angst vor dem Alleinsein haben
  • Sofortige Ergebnisse erwarten
  • Davon ausgehen, dass die Welt ihnen etwas schuldet.

Von Positivem Denken über LMAA und Resilienz bis hin zu Yoga und Buddhismus – was wir von den großen Denkschulen lernen können

Seitdem der Mensch existiert, „macht er sich einen Kopf“ – um es einmal salopp auszudrücken. Schon in den ersten Schriften des Yoga, die immerhin rund 5.000 Jahre alt sind – und somit übrigens noch 2.500 Jahre älter als die buddhistischen Lehren – wird die fiese Stimme in unseren Köpfen thematisiert. Es geht dabei darum, wie sehr Dich Deine Befindlichkeiten davon abhalten, das Leben wirklich zu leben, anstatt sich immer nur um Deine eigenen Gefühle und Komplexe zu drehen. Seit damals haben sich die verschiedensten Denkschulen, Strömungen und natürlich die Psychologie mit dem Thema auseinandergesetzt. Die bedeutendsten Ideen sind dabei nicht mal schwer umzusetzen.

Starke Sprüche zum Positiv-Denken

Du kennst sicherlich folgende Sprüche zum stark sein:

„Denk positiv!“

„Konzentrier‘ Dich auf das Positive!“

„In allem Schlechten, steckt auch etwas Gutes!“

Stark sein: Sprüche & Lebensweisheiten – allzu oft wollen sie dazu ermuntern, den Fokus nicht auf negative Aspekte zu legen, sondern sich stets auf das Positive zu konzentrieren. Der Begriff „Positives Denken“ ist jedoch nicht mit schlichtem Optimismus gleichzusetzen. Vielmehr geht es bei diesem Konzept zur Motivation und Persönlichkeitsentwicklung darum, durch andauernde positive Beeinflussung wie Sprüche, um stark zu sein, eine dauerhaft konstruktive und optimistische Grundhaltung zu entwickeln und auf diese Weise zu mehr Lebenszufriedenheit zu gelangen.

Dabei wird viel mit Affirmationen und Visualisierungen gearbeitet, die über das bewusste Denken auf das Unterbewusstsein einwirken. Auf den ersten Blick scheint es, als würde man sich etwas „einreden“. Im heutigen positiven Denken als Lebenshilfe geht es jedoch darum, negative Gedankenmuster, die eine negative Wirklichkeit schaffen, zu durchbrechen. Ein Beispiel: Wenn Du Angst davor hast, vor vielen Leuten zu sprechen, aber beispielsweise bei Deinem neuen Job als Schulungsleiter auftreten musst, dann kann kannst Du versuchen, Dich über Sprüche zum stark sein entsprechend zu beeinflussen. Du sagst Dir beispielsweise immer wieder Stark-sein-Sprüche vor wie: „Ich bin souverän und selbstsicher, ich bin ein mitreißender Redner.“ Dazu visualisierst Du Dich selbst, wie Du vor einer Gruppe von Menschen stehst, wie sie gebannt an Deinen Lippen hängen und Dir im Anschluss für Deinen informativen und unterhaltsamen Vortrag danken.

Stell Dir im Gegensatz dazu vor, wie Du in den Vortrag gehst, wenn Du Dich im Vorfeld immer wieder Deiner Angst davor hingegeben und Dich gedanklich in Dein Scheitern verstrickt hast – in welchem Fall wird Dein Vortrag wohl besser laufen? Auch hier haben wie ein anschauliches Beispiel zum Thema Stark sein: Sprüche & Lebensweisheiten: „Du kannst nicht negativ denken und Positives erwarten.“ Manche Sprüche zum stark sein motivieren Dich also nicht nur, sie geben auch wahre Lebensweisheiten wieder.

Stark sein: Sprüche & Lebensweisheiten in Yoga und Buddhismus

Yoga und Buddhismus gehen die Sache mit den persönlichen Befindlichkeiten ganz anders an. Während die Schule des Positiven Denkens alles, was uns im Leben widerfährt, als gut oder schlecht/positiv oder negativ kennzeichnet, halten sich Yogis und buddhistische Mönche mit jedem Urteil zurück. Das ist die Grundlage ihrer Philosophie: Die Dinge urteilsfrei so anzunehmen, wie sie sind, ohne sie zu bewerten.

Yogis und Buddhisten gehen davon aus, dass wir einerseits über ein höheres Selbst und andererseits über ein egoistisches, persönliches Selbst verfügen. Das egoistische Selbst ist die Stimme in Deinem Kopf, die sich die ganze Zeit über alles bewertet, was Dir widerfährt. Die Stimme in Deinem Kopf schimpft, wenn Du im Stau stehst, bemitleidet Dich, wenn Du an der langsamsten Supermarktkette stehst und ermuntert Dich dazu, Deinen inneren Schweinehund zu überwinden. Das ist Dein egoistisches Selbst. Dein höheres Selbst hingegen ist dasjenige, das diese Stimme beim Plappern wahrnimmt, ihr zuhört und all die Aufregung registriert, der die innere Stimme wieder ausgesetzt ist.

Yogis und Buddhisten meditieren, um Abstand zu genau diesem Geplapper in unseren Köpfen zu gewinnen. So müssen sie sich nicht mehr damit identifizieren und auf diese Weise persönliche Befindlichkeiten nicht mehr in den Mittelpunkt der eigenen Welt stellen. Sie gehen davon aus, dass unsere Gedanken und Gefühle genau solche vergänglichen Objekte sind, wie ein vorüberfahrendes Auto oder ein Vogel, der über den Himmel segelt. Sie gehen uns nicht viel an. Klingt verrückt, findest Du? Was könnte Dich schließlich mehr angehen als Deine Gedanken und Gefühle? Die Antwort lautet: das Leben selbst! Yogis und Buddhisten gehen davon aus, dass der individuelle Mensch sich selbst in dieser Welt maßlos überschätzt. Das Ziel ist es deshalb, das persönliche Selbst (die plappernde Stimme in unseren Köpfen und unsere zahllosen Befindlichkeiten, die uns stets im Weg stehen) nicht mehr so ernst zu nehmen. Zu akzeptieren, dass Ängste, Zweifel, Hoffnungen und Wünsche zwar zu den ganz normalen menschlichen Regungen gehören, aber dass wir besser damit fahren, wenn wir uns ihnen nicht hingeben.

Instinktiv wissen wir das selbst: Stell Dir nur mal vor, Du würdest Dich Deiner Nervosität und Angst vor einem Vorstellungsgespräch so sehr hingeben, dass Du Dich gar nicht erst trauen würdest, dort zu erscheinen? Und das wieder und wieder? Tief in Dir weißt Du, dass Du Dich Deinen Gefühlen nicht ganz und gar hingeben darfst – denn dann würdest Du in Deinem Leben wohl kaum von der Stelle kommen. Wenn Du Dich von den Yogis oder den Buddhisten auf Deinem Weg zu mehr Stärke inspirieren lassen möchtest, dann folge diesem Beispiel aus deren Stark sein: Sprüche & Lebensweisheiten: Annehmen, hingeben, loslassen. Nimm urteilsfrei an, was das Leben Dir beschert, gebe Dich gewissenhaft dem hin, was das Leben von Dir verlangt, und lass alles los, was es mit Dir macht. Die Yogis und Buddhisten gehen mit diesem Mantra der Sprüche, um stark zu sein, davon aus, dass man sich nur auf diese Weise, wirklich dem Fluss des Lebens hingeben kann und die Perfektion des Universums am eigenen Leib erleben darf.

Resilienz und das Thema stark sein: Sprüche & Lebensweisheiten

Resilienz bedeutet Widerstandfähigkeit und meint die Fähigkeit eines Menschen, Krisen zu bewältigen und mit den Schwierigkeiten des Lebens zurechtzukommen, ohne dass sie dauerhaften Schaden anrichten. Im Leben vieler Leute passiert es beispielsweise immer wieder, dass Liebesbeziehungen in die Brüche gehen. Nun kann man darauf so reagieren, dass man seinen Glauben an die große Liebe verliert, die Suche nach dem/der Einen aufgibt und womöglich auch noch mit gebrochenem Herzen einem/einer Verflossenen hinterhertrauert. Menschen mit ausgeprägter Resilienz hingegen, erholen sich von derart persönlichen Krisen, sehen sie als natürlichen Teil des Lebens an und können nach erlittenen Schiffbrüchen und einer gesunden Trauerzeit wieder mit positiv gesinnten Herzen ohne Groll voranschreiten.

Bei Resilienz handelt es sich nicht um eine angeborene Eigenschaft, sondern um eine Qualität, die man sich im Laufe seines Lebens aneignet und die aus vielen einzelnen Quellen gespeist wird. Viele der Aspekte, die auch im positiven Denken wie auch im Yoga und im Buddhismus zentrale Begriffe darstellen, finden sich auch hier wieder. Dazu gehören Optimismus und eine positive Selbstwahrnehmung, der Glaube an die eigene Wirksamkeit und eine grundlegende Akzeptanz gegenüber den Dingen, die wir nicht ändern können. Auch ein soziales Netzwerk nützt der Resilienz – bei Menschen, die wir lieben, erfahren wir Zusammenhalt und Trost, können die Dinge mit anderen Augen sehen und erleben, dass wir nicht allein mit unseren Sorgen sind. Wie Du Resilienz trainieren kannst, um selbst stärker zu werden? Es gibt viele Tipps, mit denen Du den einzelnen Aspekten der Resilienz in Deinem Leben mehr Aufmerksamkeit schenken kannst: Führe ein Glückstagebuch für mehr Optimismus, erstelle eine Liste mit allen großen und kleinen Erfolgen für Deine Selbstwirksamkeitserwartung und betrachte Deine vermeintlichen schlechten Eigenschaften mal aus einem anderen Blickwinkel! Du liegst abends gern auf der Couch, um zu entspannen, während dein Bürokollege entweder im Fitnessstudio trainiert, den Garten umgräbt oder anderen sinnvollen Freizeitaktivitäten nachgeht? Dann verfügst Du wenigstens über die kostbare Fähigkeit, Dich entspannen zu können!

Und wie kann ich selbst mental stärker werden?

Natürlich gibt es viele Wege, die Dich stärker machen können und am Ende musst Du Deine eigene Wahrheit finden. Ein paar Aspekte haben jedoch alle Stark-sein-Sprüche gemeinsam: Akzeptiere das Unvermeidliche. Fokussiere das Positive. Setze Dir Ziele und erreiche sie – egal, wie groß oder klein sie sind. Und sei ehrlich zu Dir selbst: Gesteh Dir ein, was Du wirklich vom Leben willst – und dann setze es in die Tat um, Schritt für Schritt, und erkenne jede einzelne Errungenschaft als großen Sieg an. Dann fällt das Stark sein à la Sprüche und Lebensweisheiten gar nicht mehr so schwer.

Übrigens: Du musst nicht immer stark sein

Ein kleiner Kommentar zum Thema „Stark sein: Sprüche & Lebensweisheiten“ ist unbedingt noch nötig: Denke daran, dass Du nicht immer stark sein musst! Auch Momente der Schwäche, Tränen, Verzagtheit und Zweifel gehören zum Menschsein dazu – und machen es in gewisser Hinsicht ja auch aus. Also sei gnädig mit Dir, wenn Du zwischendurch mal einbrichst und Dir am liebsten die Bettdecke über den Kopf ziehen würdest. Das ist okay und ganz normal! Lass es ein paar Tränchen kullern, sei sauer oder enttäuscht. Aber dann lass es auch gut sein. Steigere Dich nicht hinein, lass es vorbeiziehen wie die Wolken am Himmel. Und wenn die Tränen getrocknet sind, kommt wieder Dein neues, starkes Ich zum Einsatz – das jetzt sogar stark genug ist, zu seinen Schwächen zu stehen. Und hiermit zu einem unserer letzten Stark sein: Sprüche & Lebensweisheiten:

„Nur die Stärksten von uns können aufrichtig zu ihren Schwächen stehen.“

Die Achse meiner Welt – stark sein in Lebenskrisen

Die Achse meiner Welt – der Debütroman der Britin Dani Atkins ist ein wahres Lehrstück, wenn es um das Thema stark sein geht. Sie verschont uns mit Platituden und Postkartenweisheiten und schickt uns stattdessen auf eine mitreißende Reise durch die emotionalen Universen der jungen Rachel.

Rachel ist beliebt, verliebt und steht kurz vor dem Beginn ihres Traumstudiums, als ihr bester Freund stirbt. Was andere Menschen früher oder später verkraften würden, wirft Rachel aus der Bahn und verändert sie nachhaltig. Sie verliert ihre Zuversicht, ihr Vertrauen in die Welt. Ihr Leben wird ein anderes als das, das sie sich immer erträumt hat. Jahre später dann der nächste Schicksalsschlag: Rachel hat einen Autounfall und findet sich im Krankenhaus wieder. Als sie aufwacht, stellt sie fest, dass sie sich in einer Parallelwelt befinden muss – ihr bester Freund lebt. Alles ist nach Plan verlaufen. Wie kann das sein? Was ist passiert? Die Achse meiner Welt ist mehr als eine Liebesgeschichte – dieser Roman zeigt Dir, wie Du das Leben so akzeptieren lernst, wie es ist.

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