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Schönes München: Diese Geheimtipps darfst Du nicht verpassen

Während die Münchner-Touristen in Scharen zu Sehenswürdigkeiten wie der Allianz-Arena in Fröttmaning, zur Leopoldstraße in Schwabing und zum Deutschen Museum in Haidhausen pilgern, genießen die Münchner ihre Freizeit an ganz anderen Orten: den München Geheimtipps. Und wer weiß, vielleicht ist hier nicht nur für den ein oder anderen Besucher ein neuer Geheimtipp dabei…

Tipp Nr. 1: Heilig Kreuz in Fröttmaning

Während am Wochenende alle wegen eines Fußballspiels oder der FC-Bayern Erlebniswelt nach Fröttmaning fahren, könnt Ihr das auch machen. Aber nicht um allen zu folgen, sondern um Münchens älteste Kirche zu besichtigen: die Heilig Kreuz Kirche. Zwischen Autobahn, Müllberg und Stadion befindet sich nämlich das älteste Gotteshaus der Landeshauptstadt. Mit einem kleinen Friedhof und ein paar alten Bäumen bildet das im 9. Jahrhundert erschaffene Bauwerk einen beeindruckenden Kontrast zur modernen Architektur der Allianz-Arena und gilt als wahrer München Geheimtipp.

Tipp Nr. 2: Geisterbahnhof Olympiapark

Vom besinnlichen Gotteshaus geht es nun weiter in die schaurig gruselige Unterwelt der Geister: genauer gesagt in den Geisterbahnhof im Olympiapark.

War vor einiger Zeit der Ausdruck der „lost places“ noch in aller Mund, so erlischt allmählich dieser Pseudoanglizismus genauso wie die damit gemeinten vergessenen Orte. Doch die Kenner der Szene entdecken immer wieder den ein oder anderen vergessenen Ort. Als Geheimtipp in München fungiert zum Beispiel am nordwestlichen Rand des Olympiaparks der stillgelegte S-Bahnhof. Verwachsene Gleise, verlassene Gebäude, Graffitis an den Mauerwänden und ein altes „Fahrkarten“-Schild zieren den zu den Olympischen Spielen 1972 gebauten S-Bahnhof. Nach der EM 1988 wurde dieser jedoch außer Betrieb gesetzt und ist nun dem Verfall preisgegeben.

Wer sich gerne auf die Spuren der Vergangenheit begibt und dabei noch auf der Suche nach einem echten Geheimtipp ist, der ist hier genau richtig. Und die Chance diesen geschichtsträchtigen Ort noch zu besichtigen wehrt vielleicht nicht mehr lange. Nachdem die Stadt München den Geisterbahnhof erworben hat, will sie das Areal nun umgestalten und mit Radwegen ausstatten.

Tipp Nr. 3: Alter Peter und Löwenturm

Bei unserem dritten Geheimtipp begeben wir uns auf unserer Zeitreise nun sogar ins Mittelalter des schönen Münchens. Genauer gesagt zum ältesten Gebäude der Stadt: dem Löwenturm. Während die meisten München-Besucher die Treppen zum Alten Peter hochsteigen und von dort ihren Blick über die Landeshauptstadt schweifen lassen, suchen Kenner den wenige Meter entfernten Rindermarkt auf, wo sich der 25 Meter hohe Löwenturm aus Backstein befindet. Nun ermöglicht uns dieser Turm leider keinen Aufstieg mehr, doch zu sehen was von der einstigen Münchner Stadtmauer aus dem 12. Jahrhundert noch übrig ist, erscheint für einen kurzen Abstecher dennoch lohnenswert.

Tipp Nr. 4: Drückebergergasse

Wenn Ihr Euch fragt, welche München Geheimtipps Ihr noch nicht verpassen solltet, dann führt Euch der Weg zum Odeonsplatz. Direkt hinter der berühmten Feldherrnhalle befindet sich nämlich die Viscardigasse und dort könnt Ihr eine recht unbekannte, aber bewegende Sehenswürdigkeit erkunden.

Zu Zeiten des Dritten Reichs wurde diese Gasse noch als Drückebergergasse bezeichnet und diente all jenen, die den Hitlergruß an die SS-Wachen vor der Feldherrnhalle vermeiden wollten. Heute erinnert eine bronzene Spur auf dem Boden an diesen zivilen Widerstand.

Tipp Nr. 5: Dichtergarten

Bei unserem nächsten Geheimtipp bewegen wir uns Richtung Hofgarten. Genauer gesagt zwischen Hofgarten und dem Haus der Kunst. Denn dort liegt ein idyllischer, kleiner Park, den nur wenige kennen: der Finanzgarten, bzw. auch Dichtergarten genannt.

Während sich bei den ersten Sonnenstrahlen die Menschen im Englischen Garten und auf all den anderen bekannten Grünflächen tummeln, könnt Ihr Euch im Dichtergarten, wie einst die Literaten und Dichter, entspannen. Vor allem Künstler, die mit der Landeshauptstadt verbunden sind, suchten diesen Garten gerne auf. Doch auch andere Berühmtheiten fanden ihren Weg dorthin und so erinnert beispielsweise die Statue von Frédéric Chopin an seinen Kurzbesuch im Jahr 1831.

Tipp Nr. 6: Biergartenkultur

Sobald Väterchen Frost kehrtmacht und die Temperaturen steigen, wächst auch die Sehnsucht nach der weltbekannten Münchner Biergarten-Kultur. Schließlich zählen die Biergärten ebenso zur Landeshauptstadt, wie das allseits bekannte Oktoberfest.

Kein Wunder, denn seit exakt 203 Jahren sind die Biergärten ein fester Bestandteil Münchens. Ebenso fester Bestandteil sind allerdings die zahlreichen Touristen, die sich dort tummeln. Wer also keine Lust auf die typischen Touristen-Hotspots hat, dem ist der Kaisergarten zu empfehlen.

Versteckt im Schwabinger Wohnviertel befindet sich der kleine Garten, dessen idyllische Zweierbänke sich um dicke Baumstämme winden. Manchmal verirrt sich zwar auch dorthin der ein oder andere klischeehafte Prototyp der Münchner Schickeria, doch die gemütliche Atmosphäre und leckere Brotzeit macht das locker wieder wett. Und spätestens nach der ersten Maß sind ohnehin alle gut Freund.

Tipp Nr. 7: Zwickl Appartement

Wer nach der ein oder anderen Maß schließlich noch seinem Traum von einer Rockstar-Hotelzimmerparty nachgehen will, der wird in München auch fündig. In den Paulaner Zwickl Appartements ist die Planungscrew nämlich genau diesem Wunsch nachgekommen in gemütlicher Hotelzimmeratmosphäre eine unvergessliche Party zu feiern.

Seit ein paar Monaten hat das Lovelace geöffnet, in dem sich das Themen-Hotelzimmer von Zwickl vorfinden lässt. Natürlich könnt Ihr Euch auch als reiner Übernachtungsgast einmieten, doch das Ambiente ist tatsächlich zum Feiern ausgelegt.

Zum diesjährigen Oktoberfest hat dort sogar der Hamburger DJ Max Quintenzirkus im Zwickl aufgelegt, dessen Interieur übrigens eine bunte Mischung aus Vintage, Gartenzwerg und Bier-Hommage bereithält.

Eine wahre Bier-Hommage wartete auf alle Fans tatsächlich im Badezimmer: eine mit Eis gefüllte Badewanne voller naturtrüben Zwickl-Bierflaschen. Und zur Wiesnzeit durften die Gäste auch von diesen Bieren naschen, gemäß dem Motto: Freibier für alle!

Die einzige Crux an der Sache ist, dass der Zutritt in dieses Schlaraffenland nur über die Gästeliste erfolgt.

Tipp Nr. 8: DIY Liqueur

Wer nach weiteren München Geheimtipps sucht, für den haben wir außerhalb der Landeshauptstadt noch ein Schmankerl: die DIY Ginbrauerei in Aschheim!

In der neu restaurierten Brauerei des lokalen Ginlabels The Duke könnt Ihr Euren ersten Edellikör selbst herstellen.

Unter fachkundiger Anleitung erhaltet Ihr zu Beginn eine kleine Einführung in die Hauptbestandteile des Dukes, um die unterschiedlichen Wirkweisen der Aromen kennenzulernen und wie schnell oder lange sie brauchen um sich zu entfalten. Im Anschluss geht es weiter zur Mazeration und wer Spaß am Zubereiten von Lebensmitteln hat, der kann sich nun wahrliche austoben: frische Zutaten wie Zitrusschalen, Wacholderbeeren, Zimt, Ingwer oder Hopfenblüten warten nur darauf von Euch entdeckt zu werden.

Wer gut aufgepasst hat, der hält am Ende schließlich sein eigenes exklusives Mazerat in der Hand und kann sich von zu Hause aus bei einem kleinen Feierabenddrink an das tolle Erlebnis erinnern.

Ein solches Highlight könnte auch die junge Lou aus Heidi Rehns neuem Roman „Tanz des Vergessens“ benötigen. Nach dem tragischen Tod ihres Verlobten will die junge Frau in den Wirren der Münchner Räterepublik nämlich nur noch eines: Vergessen! Um ihren Schmerz zu betäuben, stürzt sie sich in das Bohème-Leben der frühen Zwanzigerjahre. Doch ein Damoklesschwert allen Menschen, die ihr nahestehen, Unglück zu bringen, hängt über ihr. Als sich dieser Glaube auch noch zu bestätigen scheint, bleibt ihr nur noch ein letzter Ausweg ...

Was Lou als ihren letzten Ausweg sieht und wie es mit der jungen Münchnerin weitergeht, erfahrt Ihr in Heidi RehnsTanz des Vergessens“.

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