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Interview

„Remember me – Liebe kannst du nicht vergessen“ – Eine Reise zu den Schauplätzen meines Debüts

Hallo aus London,

mein Name ist Sarina und ich habe im Juni die Schauplätze meines Debütromans “Remember me - Liebe kannst du nicht vergessen” (erschienen bei feelings) in London besucht. Eigentlich wollte ich nur zum Westlife Konzert fliegen (ja, die gibt es noch - bzw. wieder - und ja, ich finde die gut), aber dann habe ich meinen Besuch kurzerhand um ein paar Tage verlängert, und die Stadt auf eigene Faust unsicher gemacht. Mein Buch immer dabei:

Und weil feelings auch wissen will, was eine Autorin nachträglich an den Schauplätzen des Buches macht, darf ich euch jetzt hier davon erzählen. Also los geht’s. In Deutschland bin ich ab Frankfurt mit Lufthansa nach London Heathrow geflogen, alles lief reibungslos und ohne Verspätungen ab. Die Lufthansa App ist echt cool. J

In London angekommen, ging's dann mit der U-Bahn nach Bethnal Green, denn hier habe ich mir über Airbnb ein kleines Privatzimmer gemietet.

Von Heathrow im Westen Londons bis nach Bethnal Green im Osten sind es 1,5 Stunden, 22 Stationen mit der Piccadilly Line (bis Holburn) und dann noch 5 Stationen mit der Central Line. Aber weil das U-Bahn-Netz in London so gut ausgebaut und wirklich einfach zu verstehen ist, ist das gar nicht so schlimm, wie es sich vielleicht liest.

In Bethnal Green angekommen habe ich - mit der Beschreibung meiner Vermieterin und der genannten Abkürzung durch den Park - nur drei Minuten später das Haus gefunden. Bethnal Green liegt, wie bereits gesagt, im Osten von London und hier sind eher wenige Touristen unterwegs. Für mich war es deshalb fast ein Gefühl vom „echten London“, ohne schicke Hotels und Bars oder wichtige Sightseeing-Punkte, dafür viele Backsteinhäuser und die Schule direkt gegenüber. Wenn man wissen will, wie es ist, in London zu wohnen, ist Bethnal Green ein guter Startpunkt.

Nachdem mich meine Vermieterin begrüßt und mir alles gezeigt hat, habe ich meine Schlüssel bekommen und sie hat mir erklärt wo der nächste Supermarkt ist. Das Zimmer war klein, aber sauber, das Bad auf dem Flur und man durfte die Küche mitbenutzen. Sie hat allerdings vor ihrem Ofen und Herd gewarnt. J Aber ich war ja nicht zum Kochen hier, deshalb war das gar nicht nötig.

Mein erster Weg auf dieser „Remember me“-Reise hat mich zum Büro von „Hamilton Limited“ also Johns Arbeitsplatz geführt, oder besser gesagt zu dem Gebäude, dass ich mir während des Schreibens dafür ausgesucht hatte. Nämlich ein Gebäude in der Swan Lane, genauer gesagt das Riverbank House

In „Remember me“ macht sich John in Kapitel 1 zum ersten Mal auf den Weg zu seinem neuen Arbeitsplatz. Er hat das Büro vorher nie gesehen oder betreten, weil er ja vor seinem schweren Unfall in New York gelebt hat und ihm die Firma seines Vaters herzlich egal war. Aber genau diese Firma muss er jetzt führen und deshalb hat er ein ziemlich mulmiges Gefühl. Wer das Buch gelesen hat, weiß auch, dass John kein Auto (mehr) fährt, und deshalb die U-Bahn nimmt. Er lebt in den Londoner Docklands – ein sehr moderner Geschäftsbezirk und eine exklusive Wohnlage im Osten Londons. (Dazu kommen wir später, noch) John's Weg zur Arbeit von der Station Canary Wharf könnt ihr in Kapitel 2 nachlesen.

Und hier kommen wir zu einer Stelle an der das Ganze bei google und auf der online Tube Map sehr einfach und logisch ausgesehen hat, ich aber heute feststellen musste, dass John besser an der London Bridge Station aussteigt und von dort über die London Bridge zum Büro läuft. Das ist nämlich kürzer. Na ja, Recherche vor Ort, bleibt eben Recherche vor Ort. Aber egal, so wie ich es geschrieben habe, funktioniert es ja auch - ist eben etwas umständlicher.

Erinnert ihr euch an die Szene, in der John seine Mutter aus dem Büro schmeißt und dann rausgeht, um sich abzureagieren. In Kapitel 35 stürmt er aus dem Büro und geht über die London Bridge, weil es aber aus Eimern schüttet, muss er sich auf der anderen Seite im London Bridge Walk unterstellen, und ruft von dort seinen besten Freund Ryan an, der ihm dann rät nach Chicago zu fliegen.

Nächster Stopp ist der berühmte Piccadilly Circus und von dort bin ich – mit hunderten Touristen – zum Leicester Square und nach Covent Garden gelaufen, um dort genau wie John & Robyn in Kapitel 40 nach ihrem Sightseeing mit Amy etwas zu Essen. Ich war allerdings nicht beim Italiener sondern bei TGI Fridays.

In Covent Garden war ich dieses Mal nicht, aber ein Zwischenstopp hier gehört eigentlich auch zu jedem London Besuch dazu, das hole ich einfach beim nächsten Mal nach. (Im Oktober J)

Auf dem Weg zurück zu meinem kleinen Privatzimmer in Bethnal Green, hat sich mal wieder bestätigt, dass U-Bahnfahren in London (und wahrscheinlich jeder anderen Großstadt auch) Gruppenkuscheln für Fortgeschrittene ist. 

Tag 2

Der zweite Tag meiner „Remember me“-Tour beginnt mit der typischen Rushhour in der U-Bahn und nachdem ich zehn Minuten am Gleis gewartet habe, bin ich wieder nach oben gegangen und habe mir erstmal einen Kaffee geholt.

Die Damen im Starbucks waren so nett mir zu erklären, mit welchem Bus ich in die Nähe meines heutigen Ziels (Notting Hill) komme, also bin ich anstatt mit der übervollen Tube mit dem Bus 8 in Richtung Tottenham Court Road gefahren. Mit der Tube wären es nur fünf Stationen und eine kurze Fahrt gewesen. Mit dem Bus eine halbe Ewigkeit, weil natürlich auch auf den Straßen Rushhour herrscht und selbst die Busse nicht durchkommen, aber so sieht man wenigstens mal was von der Stadt. 

Insgesamt hat die Fahrt fast eine Stunde gedauert, und dann auch noch eine Station vor der Tottenham Court Road aufgehört, aber bis zur nächsten U-Bahn-Station war es nicht mehr weit und ich konnte dann wie geplant zum Notting Hill Gate fahren. 

Weil ich bei jedem meiner London Trips den Flohmarkt auf der Portobello Road besuche, kann ich schon fast sagen, dass ich mich hier auskenne und weil ich wusste, wo ich hin will, konnte ich die anderen Touristen einfach überholen. Mein erster Stop ist hier jedes Mal Mike's Café.

Das kleine Café liegt in einer Seitenstraße zur Portobello Road, gegenüber von dem Buchladen aus dem Film mit Julia Roberts und Hugh Grant aus dem Jahr 1999. 

Nachdem ich mich mit einem - wegen der Bustour verspäteten aber leckeren - Frühstück gestärkt hatte, ging's zum „Haus mit der blauen Tür“ aus "Notting Hill" und aus Kapitel 48 in „Remember me“.

Es ist schon witzig, wie die Touristen sich vor jeder - wirklich jeder - blauen Tür fotografieren lassen. Eine kleine Anekdote, vielleicht. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten, hat in diesem Haus der Regisseur des Films - Tony Curtis - gewohnt, danach wurde das Haus verkauft und die neuen Besitzer haben die Tür grau gestrichen. Wegen der vielen Touristen ist sie aber mittlerweile wieder blau.

Wer den Film gesehen hat, erinnert sich sicher auch an die Szene in der William (Hugh Grant) Anna (Julia Roberts) anrempelt und ihr Orangensaft über das T-Shirt kippt.

Nach einem kurzen Spaziergang über die Portobello bin ich zurück zum Notting Hill Gate und von dort mit der U-Bahn zur Station St. Jame's Park. Von hier pilgern alle in Richtung Buckingham Palace, der hat zwar nicht direkt etwas mit “Remember me” zu tun, aber auch der Palast gehört zu einem London Besuch einfach dazu.

Tag 3

Am dritten Tag meiner „Remember me“-Reise, ist meine Zeit alleine in London vorbei. Meine Freundin und Testleserin Mareike kommt heute an, denn ihr erinnert euch – eigentlich wollten wir nur zum Westlife-Konzert. Also ziehe ich heute aus meinem kleinem Zimmer in Bethnal Green aus und in ein (wie ich jetzt weiß) grottiges Hotel.  
 
Auf dem Weg dorthin habe ich noch in Bethnal Green gefrühstückt (sehr unscheinbares Café aber sehr gut - leider habe ich mir vergessen den Namen aufzuschreiben) und bin dann nach King's Cross gefahren. Hier angekommen hat es aus Kübeln geschüttet und bis ich das Hotel gefunden hatte, war ich komplett nass. Leider konnte ich noch nicht ins Zimmer, um mich trocken zu legen, deshalb habe ich nur den größten Regenguss abgewartet und bin dann zurück nach Kings Cross, um dort auf Mareike zu warten. 
 
Eine Gruppe von Touristen stand vor einer Mauer mit der Aufschrift „Plattform 9 ¾“ ... was die da wohl gemacht haben?
 
Nachdem Mareike dann angekommen war und wir – jetzt wieder im Trocknen – zum Hotel gekommen sind, konnte ich meine Sachen zum Trocknen aufhängen. Leider ist dabei auch mein Buch, meine Flyer, sämtliche Lesezeichen und alles andere was ich im Rucksack hatte nass geworden ... aber egal. That's London!
 
Danach sind wir – weil es mittlerweile schon Nachmittag war – mit der U-Bahn zur London Bridge gefahren. Dann konnte ich Mareike auch noch mal das Büro von „Hamilton Limited“ zeigen, bevor wir vom „Monument“ zum „Tower Hill“ gefahren sind. Denn auch der Tower spielt ja eine Rolle in „Remember me“, deshalb durfte natürlich auch hier ein Bild nicht fehlen.
 
Ich würde die Führung, die John und Robyn in Kapitel 51 machen, wirklich gerne mal ansehen, um herauszufinden, ob es wirklich so lustig ist ... aber die Tickets sind (obwohl oder gerade weil sie kostenlos sind), bis nächstes Jahr Mai!!! ausgebucht. Und leider kenne ich niemanden wie Johns Dad Steve persönlich.
 
Während Mareike immer noch mit ihrem Selfie Stick herum experimentiert und dabei über ihre eigenen Gesichtsausdrücke flucht, haben wir beschlossen zu unserem Lieblingsitaliener zu fahren. Das Alfornos in Wimbledon, besuchen wir auch bei jedem unserer Besuche hier. Vom Tower Hill sind es 21 Stationen mit der District Line, aber es ist es allemal wert.

Warum habe ich eigentlich keine Szene im Alfornos geschrieben? Komisch? Na ja muss wohl daran liegen, dass Wimbledon so weit weg von der Innenstadt ist und es dort wirklich genügend Restaurants gibt, in die John seine Freundin ausführen kann. Aber Leigh – Johns Assistentin und Freundin seines besten Freundes – wohnt ja in Wimbledon, und sie bekommt – zusammen mit Ryan – noch ihre eigene Geschichte (oder eine Sidestory), da könnte ich die beiden ja mal zu „Alfornos“ schicken ... Mal sehen.
 
Abends zurück in unserem überaus hässlichen und wirklich fürchterlichen Zimmer und einer Nacht, in der wir beide nicht wirklich geschlafen haben, haben wir am nächsten Morgen beschlossen, das Hotel zu wechseln. Nach einer kleinen Diskussion an der Rezeption sind wir in ein neueres, besseres und viel schöneres Hotel der point a Kette nach Canary Wharf umgezogen und wohnen jetzt also ganz in der Nähe von John :-)

Ich hoffe ich konnte euch mein Buch und London etwas näherbringen. Es ist eine wunderschöne und für mich immer sehr inspirierende Stadt, die nicht umsonst in allen meinen Geschichten eine Rolle spielt. Für alle die „Remember me“ noch nicht gelesen haben, dann mal los. Die Fortsetzung erscheint schon bald. J

Auf meiner Homepage und meiner Facebook Autorenseite halte ich euch über alles auf dem Laufenden. 

Wir lesen uns,
Sarina 

P. S. Mehr zum Westlife Konzert findet ihr im Blog auf meiner Homepage J

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