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Kommunikation: 6 Tipps um besser über Gefühle zu reden

Das Wichtigste in einer gesunden Partnerschaft ist eine gelungene Kommunikation. Nicht selten scheitert eine Beziehung daran, dass die Partner nicht über ihre Gefühle reden können. Dabei ist eine gute Kommunikation kein Hexenwerk, sondern kann schnell gelernt werden. Wer einen kühlen Kopf bewahrt, meistert sogar schwierige Gespräche mit dem Partner. Wir haben 6 Tipps für Dich zusammengestellt, die Dir helfen, Deinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

1. Bereite Dich vor

Es gibt wohl bei jedem Menschen den Punkt, an dem der Druck oder Stress zu stark wird und der Geduldsfaden zu dünn. In diesen Momenten lassen viele gerne den sprichwörtlichen Dampf ab. Das erscheint zwar zunächst gut fürs eigene Seelenheil, auf kommunikativer Ebene passiert aber meist nichts produktives. Bereits an dieser Stelle muss besser kommuniziert werden, jedoch nicht mit dem Gegenüber, sondern mit sich selbst.

Anstatt direkt drauf los zu diskutieren, ist ein tiefer Atemzug und die Frage nach dem Warum effektiver. Warum stört mich dieses oder jenes gerade? Muss ich es jetzt sofort ansprechen? Worauf möchte ich genau hinaus? Was erwarte ich mir von einem Gespräch? Und wie erreiche ich das, was ich erwarte? Das schafft nicht nur Klarheit, sondern auch Struktur, und verhindert bereits im Vorfeld misslungene Kommunikation.

2. Achte auf das Timing

Gute Kommunikation braucht vor allem eines: Die richtigen Rahmenbedingungen. Das klingt zunächst banal, ist aber ein wichtiger Faktor.Die richtige Zeit, der richtige Ort und die richtige Stimmung sind entscheidend, um ernste Themen zu besprechen.

Ein Beispiel: Eine ausgelassene Party oder ein Familienessen bieten wohl kaum den passenden Rahmen für ein ernsthaftes Gespräch. Dafür sollte es schon intimer und privater sein, alleine schon um den Partner nicht vor anderen in Verlegenheit zu bringen. Den richtigen Zeitpunkt abzupassen verlangt manchmal zwar ein bisschen Fingerspitzengefühl, macht sich am Ende aber bezahlt, denn ein gutes Timing unterstützt die Kommunikation auf ganz natürliche Weise.

3. Sei einfühlsam

Besonders bei schwierigen oder unangenehmen Themen hat man gerne das Gefühl, die Oberhand zu haben. Das bedeutet jedoch nicht, dass Du die Gefühle deines (Gesprächs-) Partners vernachlässigen darfst. Gehe behutsam vor, besonders beim Gesprächseinstieg. Das gilt vor allem, wenn Du weißt, dass das Thema Deinem Gegenüber peinlich sein könnte.

Hilfreich ist hier, sich in den anderen hineinzuversetzen und kurz darüber nachzudenken, wie Du selbst gern auf ein bestimmtes Thema angesprochen werden möchtest. Das erleichtert Dir nicht nur den Einstieg der Kommunikation, sondern ermöglicht Dir auch ein gewisses Maß an Verständnis für das Verhalten des anderen. Und wer sich verstanden fühlt, ist auch eher bereit, etwaige Fehler einzugestehen.

4. Bleib sachlich

Gerade bei Streitigkeiten mit Freunden oder dem Partner lässt man sich gerne mal von seinen eigenen Gefühlen mitreißen und spricht im Affekt Dinge aus, die letztlich gar nicht ernst gemeint sind. Für eine gelungene Kommunikation kann das oft tödlich sein. Ausfallend oder beleidigend zu werden oder persönliche Schwächen gegen den anderen zu verwenden ist unangebracht. Zudem zeugt es nicht gerade von einer erwachsenen Geisteshaltung.

Egal für wie vermeintlich wichtig Du Deine Argumente hälst und wie sehr Du dich im Recht fühlst, eines solltest du nicht vergessen: Den anderen in die verbale Ecke zu drängen ist hinderlich für die Kommunikation. Du riskierst damit, dass dein Gegenüber “dicht macht” und zehrst so am aufgebauten Vertrauen. Sende daher vor allem Ich-Botschaften. Sage, wie Du dich mit einer Situation fühlst und nicht, was dein Partner alles “falsch” gemacht hat. Und wenn du merkst, dass ein Wutanfall naht, hole erst einmal tief Luft, bevor du weitersprichst.

5. Sei offen

Deine eigenen Gedanken und Gefühle möglichst neutral mitzuteilen ist der erste aktive Schritt auf dem Weg zu einer guten Kommunikation. Das heißt jedoch nicht, dass nur Reden zum Erfolg führt. Auch Zuhören ist wichtig. Ein Part, den viele bei einer Diskussion gerne einmal vergessen, wenn die Gefühle die Oberhand gewinnen. Mache Dir deswegen klar, dass nicht nur wichtig ist, wie Du selbst die Situation einschätzt, sondern dass auch dein Partner seine Gefühle ausdrücken darf. Wer anderen ständig ins Wort fällt, vermittelt damit nur, dass er den Gesprächspartner nicht ernst nimmt.

Die Zauberformel lautet hier: 60 bis 120. Gemeint ist, dass Du dem anderen mindestens für 60 Sekunden zuhörst, ohne ihm ins Wort zu fallen. So hat er Zeit, seine Gedanken zu ordnen und seine Argumente vorzubringen. Wer allerdings länger als zwei Minuten braucht, um auf den Punkt zu kommen, darf darauf auch gerne hingewiesen werden. Damit ist einer der größten Stolpersteine auf effektive Weise aus dem Weg geräumt.

6. Sei konsequent

Die letzte und wichtigste Regel für ein Gespräch mit dem Partner: Sprich unangenehme Themen konsequent an. So vermeidest Du, dass sich Dein Ärger oder Deine Sorgen in Dir aufstauen und irgendwann explodieren. Du wärst überrascht, wie schnell sich die meisten Probleme lösen lassen, wenn man sie nur früh genug anspricht. Das gilt für große und wichtige Themen genauso wie für vermeintliche Kleinigkeiten.

In einer glücklichen Partnerschaft musst Du Dich nicht für Deine Gefühle rechtfertigen, selbst wenn sie Dir zuerst kleinlich erscheinen. Und auch Dein Partner sollte Deine Gefühle respektieren, so wie Du seine. Verteidige also Deinen Standpunkt und lass Dich nicht “bequatschen”. Gleichzeitig solltest du aber offen für Kompromisse bleiben. Dabei das richtige Maß zu finden ist schwierig, aber wenn Du die hier vorgestellten Tipps beherzigst, wirst Du schnell feststellen, dass es ganz einfach sein kann, miteinander zu reden.

Wie leicht eine misslungene Kommunikation zu Missverständnissen, verletzten Gefühlen, Eifersucht und lang gehüteten Geheimnissen führen kann, erleben die Protagonisten in Angela Erichsons Roman Covered Lies

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