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Gebrochenes Herz? Was hilft gegen Liebeskummer?

Was hilft gegen Liebeskummer? Früher oder später müssen die allermeisten sich irgendwann dieser Frage stellen. Gefühlt war gerade alles noch in Butter, ihr seid in schwindelerregenden Höhen auf Wolke 7 geschwebt, doch dann zogen Gewitterwolken auf und alles endete mit dem freien Fall von Wolke 7. Und jetzt stehst Du da, dein Herz verursacht Dir regelrecht Schmerzen und findest Dich im schlimmsten Liebeskummer wieder. In solchen Situationen ist guter Rat meistens teuer und Schokolade und Eis irgendwann leer. Liebeskummer überwinden ist nicht einfach, aber möglich!

Wir haben für Dich hilfreiche Tipps, die Dir dabei helfen, aus dem tiefen Tal des Herzschmerzes wieder raus zu kommen:

1. Den Gefühlen ihren Lauf lassen

Es klingt sehr simpel, ist aber leider nicht selbstverständlich. In Zeiten des Liebeskummers durchleben wir eine Achterbahn der Gefühle. Es bringt leider überhaupt nichts, so zu tun, als wäre alles in bester Ordnung, wenn wir uns in Wirklichkeit ganz anders fühlen. Gefühle zu verdrängen zieht den Heilungsprozess nur unnötig in die Länge und hält uns davon ab, eine Trennung zu verarbeiten. Wir müssen uns also trauen, den Schmerz zuzulassen. Uns einzugestehen, dass wir sehr traurig sind, hilft uns letztendlich. Es wäre ja auch irgendwie seltsam, wenn uns eine Trennung völlig kalt lassen würde, oder? Wenn es also sein muss: Taschentücher raus und losgeheult!

2. What Friends Are For

Ach, die lieben Freunde! Wir spielen mit ihnen in frühen Jahren Mutter-Vater-Kind und Playmobil, erleben mit ihnen die ersten Partys und durchtanzten Nächte und durchleben mit ihnen die erste Verliebtheit, die erste große Liebe und manchmal eben auch den ersten großen Liebeskummer. Gute Freunde sind nicht nur in spaßigen Zeiten füreinander da, sondern auch, wenn wir Trost brauchen. Wenn sich alles so anfühlt, als wäre unser Herz in einen gigantischen Scherbenhaufen zersprungen, sind unsere Freunde da und zählen uns die Macken unserer Verflossenen auf, über die wir uns immer geärgert haben, muntern uns auf und lassen es zu, dass wir uns bei ihnen ausheulen. Denn was hilft gegen Liebeskummer, wenn nicht die tröstliche Gewissheit, dass wir Freunde haben, die in solchen Situationen immer für uns da sein werden. Mit Freunden fühlen wir uns nicht ganz so alleine. Genau das brauchen Menschen mit gebrochenem Herzen!

3. Ablenkung wirkt Wunder

Wir alle kennen das Bild: nach einer Trennung verkriechen wir uns ganz weit unter unsere Decken im kuscheligen Bett, neben uns ein Berg Schokolade und eine große Packung Taschentücher und bemitleiden uns selbst. Und das ist auch richtig so, denn unsere Gefühle müssen raus! Nur sollten wir es mit dem uns Zurückziehen nicht maßlos übertreiben. Denn: Ablenkung wirkt wahre Wunder! Egal, ob wir es uns erst mal vor dem Fernseher gemütlich machen und unsere Lieblingsserie schauen, uns ein spannendes Buch kaufen und stundenlang lesen, uns ein neues Projekt suchen, shoppen gehen, Sport machen, spontan eine Reise unternehmen oder ob wir uns mit Freunden verabreden und ein Eis essen gehen, alles, was uns davon abhält, im Kreis zu grübeln, hilft, dass wir uns besser fühlen. Damit wir unseren Liebeskummer überwinden können, müssen wir unserem Kopf ab und zu mal eine Pause von immer gleichen Gedanken gönnen.

4. Kalter Entzug

Eine Antwort auf die Frage "Was hilft gegen Liebeskummer" ist ganz klar "Abstand". Auch wenn es uns schwer fällt: jeglicher Kontakt zum Ex-Partner oder zur Ex-Partnerin sollte erst mal auf Eis gelegt werden. Das heißt: keine Nachrichten, keine Treffen, keine Telefonate. Und weil wir dank Social Media immer Gefahr laufen, über ein Bild oder einen Post unserer verflossenen Liebe zu stolpern — entfolgen auf allen Kanälen! Jeglicher Kontakt weckt immer die Hoffnung auf ein Liebescomeback oder lässt uns an unserer Entscheidung zweifeln. In schwachen Momenten werfen wir dann nur mal kurz einen Blick auf den Instagram-Account des Ex-Partners oder der Ex-Partnerin und zack, reißen alle Wunden wieder auf. Eine Kontaktsperre muss ja nicht ewig währen, vor allem nicht, wenn die Trennung im gemeinsamen Einverständnis erfolgt ist. Auch wenn wir nach einer Trennung gerne befreundet bleiben möchten, sollten wir zumindest so lange auf den Kontakt verzichten, bis wir wirklich mit der Beziehung abgeschlossen haben. Sollte dann wirklich eine Freundschaft entstehen, kann man sich sicher sein, dass sie nicht aus den falschen Gründen heraus erfolgt!

5. Weg damit

Wenn wir schon dabei sind, den Kontakt abzubrechen, um uns zu schützen, können wir bei uns Zuhause gleich weiter machen. Das T-Shirt, dass so gut nach unserem Ex oder unserer Ex riecht, kann genauso weg wie die Fotos, Kuscheltiere oder was auch immer uns an die Zeiten während der Beziehung erinnert. Es muss nicht alles gleich in der Mülltonne landen — aber zumindest so weit weg, dass wir nicht ständig danach greifen und uns an alte, bessere Zeiten erinnern. Am besten packt man alles in eine Box und stellt die ganz hinten ins Regal im Keller. Ganz nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“ können wir uns so gleich viel besser auf uns selbst konzentrieren. Will man Liebeskummer überwinden hilft es nicht, sich an alten Gegenständen oder Erinnerungen festzuklammern. Also weg damit und her mit Neuem!

6. Wie war das nochmal wirklich?

Nach einer Trennung stellt man den Partner oder die Partnerin gerne mal auf einen Podest. Der Blick ist verklärt, die rosarote Brille sorgt leider gerade nach einer Trennung dafür, dass man alles viel positiver sieht, als es war. Plötzlich waren die Macken, über die wir uns so oft bei unseren Freunden beschwert haben, liebenswerte Eigenheiten, die endlosen Streits und Diskussionen nur kurze Episoden in einem sonst völlig harmonischen Miteinander. Das entspricht aber nicht der Wahrheit! Wir blicken meist viel zu positiv zurück. Wenn wir Liebeskummer haben, sollten wir uns besser darauf konzentrieren, warum der Partner oder die Partnerin eben doch nicht perfekt war, warum wir ständig über Kleinigkeiten gestritten haben und warum wir letztlich am Ende vielleicht doch eher unglücklich in der Beziehung waren. Nur sehr wenige Trennungen kommen aus dem Nichts, meistens gibt es gute Gründe, die sich mit der Zeit anbahnen, auch wenn wir bestimmte Signale oder Verhaltensweisen erst im Nachhinein als den Anfang vom Ende erkennen. Unsere Freunde können beim Negativ-Erinnern eine große Hilfe sein, werden sie doch nicht müde, die Schwächen der Partnerschaft zu betonen.

7. Konzentriere Dich auf Dich selbst

Klar, nach einer Trennung ist das Selbstwertgefühl etwa auf Höhe der versteckten Box mit Sachen des Ex-Partners oder der Ex-Partnerin im Keller. Uns in dieser Zeit auf unsere liebenswerten und guten Eigenschaften zu konzentrieren fällt deshalb nicht gerade leicht. Trotzdem sollten wir versuchen, uns in dieser Phase mit uns selbst zu befassen. Was ist uns wichtig, wie gehen wir mit dem Erlebnis um und wer wollen wir sein? Am Ende einer Beziehung steht immer auch ein Anfang, so ungern man das hört. Vielleicht haben wir aus Rücksicht auf unseren Partner oder unsere Partnerin auf eine Reise verzichtet, uns weniger mit unseren Freundinnen und Freunden getroffen oder ein Hobby schleifen lassen? Vielleicht ist jetzt die perfekte Zeit, um diese Dinge in Angriff zu nehmen? Auch wenn wir uns erst einmal sehr verloren fühlen, ist die Zeit nach einer Trennung eine sehr gute Zeit, um herauszufinden, was man wirklich möchte. Ganz alleine für sich.

Es gibt wirklich viele gute Antworten auf die Frage „Was hilft gegen Liebeskummer“, auch wenn man immer individuell entscheiden muss, wie man den Liebeskummer überwinden möchte. Manchmal hilft das Wissen über bestimmte Tatsachen uns schon, uns etwas besser zu fühlen. Das Wissen über Liebeskummer wollen wir euch deshalb nicht vorenthalten:

Die Zeit heilt alle Wunden?

Diese Floskel wollen wir ganz bestimmt nicht hören wollen, trotzdem enthält sie etwas Wahres. Die Zeit heilt vielleicht nicht alle Wunden, aber wir lernen zumindest mit der Zeit, besser mit unseren Wunden und den Ereignissen, die diese verursacht haben, klarzukommen. So auch bei Trennungen. Irgendwann lässt auch der schlimmste Liebeskummer nach. Jede Trennung und deren Bewältigung braucht Zeit. Leider können wir, bei Liebeskummer nicht einfach einen Schalter umlegen und alles ist wieder gut. Aber es hilft zu wissen, dass jeder Mensch nach einer Trennung vier Phasen durchläuft:

  • Die “Nicht-Wahrhaben-Wollen”-Phase
    Eine Trennung ist ein Schlag ins Gesicht. Gerade noch hat man von einer gemeinsamen Zukunft geträumt, schon liegt alles in Scherben, die gemeinsame Zukunft gehört schon wieder der Vergangenheit an. Egal, ob man sich getrennt hat, oder verlassen wurde, wir wollen die Tatsachen nicht wahrhaben. Schnell verlieren wir uns in Gedanken, überdenken die Entscheidung zur Trennung oder wollen unsere Ex-Partnerin oder unseren Ex-Partner wieder zurückgewinnen. In dieser Phase neigt man zu Überinterpretation und analysiert alles, was der Ex-Partner macht oder nicht macht. Schnell macht man sich wieder Hoffnungen. Das kann es ja wohl jetzt nicht wirklich gewesen sein, oder?

  • Die Phase der aufbrechenden Gefühle
    In dieser Phase macht sich langsam die Gewissheit breit, dass sie Trennung real ist. Damit hat man immerhin schon die wichtigste Erkenntnis gewonnen. Oft fällt man in dieser Phase in ein tiefes emotionales Loch, dass von den unterschiedlichsten Gefühlen geprägt ist:
    • Wut
    • Trauer
    • Hoffnung
    • Schmerz
    • Hoffnungslosigkeit
    • Trotz
    Unser Verstand macht in dieser Phase mal kurz Urlaub, die Gefühle überkommen uns und wir können (fast) nichts dagegen machen. Außer unsere Gefühle nicht unterdrücken und uns Trost bei Freunden suchen.

  •  De Neuorientierungsphase
    Das Schlimmste ist überstanden! Zwar denken wir immer noch an unsere Ex-Partnerin oder unseren Ex-Partner, aber die Gedanken werden immer weniger häufig und stürzen uns nicht gleich in ein melancholisches Gefühlchaos. Langsam kommt die alte Energie und Lebenslust wieder, wir werden wieder unternehmungslustiger und wagen uns an neue Dinge.

  • Die Phase der Erstellung neuer Lebenskonzepte
    Du hast es geschafft, der Liebeskummer ist überwunden, die Beziehung und die Trennung gehören der Vergangenheit an. Plötzlich kannst Du objektiv auf die Beziehung blicken und weißt, warum sie gescheitert ist. Das macht Dich selbstbewusster, stärker und erfahrener! Jetzt kannst Du endlich wieder lächelnd durch die Welt laufen und Dein Leben genießen.

  • Das Wissen über die Trennungsphasen kann hilfreich sein, sein Gefühlsleben zumindest etwas zu ordnen, allerdings dürfen die Phasen nicht als starres Konzept verstanden werden. Es geht auf und ab und mal vorwärts oder zurück.
    Wenn all Dein Wissen und Deine Bewältigungsstrategien Dir nicht helfen, dann haben wir noch einen Tipp für Dich:

8. Liebeskummer überwinden mit professioneller Hilfe

Egal wie gut wir uns informieren, wie sehr unsere Freunde und helfen und wie sehr wir den Liebeskummer überwinden wollen — manchmal hilft alles nichts. Wer während der einzelnen Trennungsphasen oder über einen länger andauernden Zeitraum das Gefühl hat, auf der Stelle zu treten und nicht alleine mit der Situation fertig zu werden, sollte sich professionelle Hilfe suchen. Denn manchmal überträgt sich die Trauer über das Ende einer Beziehung so sehr auf unser Leben, dass wir nicht mehr weiter wissen. Es kann helfen, mit einer neutralen Person über seine Gedanken zu sprechen, um einen neuen Blickwinkel kennen zu lernen, oder sich in einer Gruppe mit Gleichgesinnten auszutauschen. Hier trifft man garantiert auf Verständnis und Mitgefühl. Gemeinsam sind wir bekanntlich stärker als allein!

Du kannst nicht genug Antworten auf „Was hilft gegen Liebeskummer“ bekommen? Dann haben wir hier einen letzten Tipp für Dich:

In dem sommerlich leichten Roman Sommer im Herzen von Mary Kay Andrews muss die Protagonistin unfreiwillig eine Trennungsbewältigungstherapie machen — und lernt dabei nicht nur viel über sich, sondern auch über ihre Gleichgesinnten:

Die erfolgreiche Lifestyle- Bloggerin Grace Stanton erwischt ihren Ehemann inflagranti mit ihrer Assistentin. Völlig in Rage fährt sie erst Mal seinen heißgeliebten Sportwagen in den Swimmingpool. Kurz darauf passt ihr Haustürschlüssel nicht mehr, ihre Konten sind blockiert und Zugang zu ihrem Blog hat sie auch keinen mehr. Grace reicht die Scheidung ein. Bei dem Richter stößt sie mit ihrer Sportwagen- Aktion auf mäßiges Verständnis: Der verdonnert sie zu einer Trennungsbewältigungstherapie! Anfangs denkt Grace, dass sie mit den anderen vier Teilnehmern absolut nichts verbindet. Doch dann verhält sich die Therapeutin so seltsam, dass die fünf beschließen, ihre eigenen Gruppensitzungen abzuhalten — ohne Therapeutin. Schnell stellen sie fest, dass sie doch mehr verbindet, als sie anfänglich dachten. Gelingt es ihnen, ihre Schicksale in die Hand zu nehmen und einen neuen Weg ins Leben zu finden?

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