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Interview

Ein Interview mit Alexandra Holenstein über Betrug und Rache in ihrem Roman

Alexandra Holenstein zog nach dem Studium aus Liebesgründen in die Schweiz, ins Tessin, wo sie seit über drei Jahrzehnten lebt.

„Das Heinrich-Problem“ ist ihr erster Roman. In ihrem Leben ist ihr der eine oder andere Heinrich über den Weg gelaufen, aber zum Glück in gemäßigten Varianten und ohne zu verweilen.

Auf dem Foto sitzt die Autorin an einem der beiden Schauplätze ihres Romans. Ascona und das Tessin sind ein wichtiger Schauplatz in "Das Heinrich-Problem". Hier liegt die „Casa Armonia“, die Heinrich seiner Frau Berti abluchsen will und wo ihn schließlich die Rache von Berti heimsucht.

Ihre Heldin Berti erfährt, dass ihr Mann Heinrich eine Neue hat. Wie reagiert sie darauf?

Im ersten Moment ist Berti in einer Art Schockstarre, braucht auch ein bisschen Zeit, um überhaupt darauf reagieren zu können. Dann aber spürt sie doch das wachsende Bedürfnis, ihr Leben aktiv in die Hand zu nehmen, vor allem nachdem sich Heinrichs Dreistigkeit noch deutlicher zeigt. Im Verlauf der Geschichte nimmt sie die Zügel immer entschlossener in die Hand. Mit gutem Ergebnis. 

Ich persönlich denke, jede Frau, die sich in einer solchen Situation befindet, sollte sich die Zeit nehmen herauszufinden, was sie wirklich möchte. Das Befolgen anderer Leute Ratschläge oder Kurzschlussreaktionen sind selten nützlich.

Berti beschließt, sich an Heinrich zu rächen. Was hat Sie an dieser Idee interessiert?

Bertis Rachepläne entspringen in erster Linie dem Bedürfnis, ihre eigene Kraft zu spüren. Die Kontrolle zurückzugewinnen. Dass sie bei der Gelegenheit auch Heinrich eine ordentliche Lektion erteilen kann, ist eine Zugabe, die ihr durchaus zupass kommt. 

Eigentlich bin ich gar keine Freundin von Rache. Zwar heißt es, Rache sei süß, aber sie kann auch einen sehr bitteren Beigeschmack haben, der einem dann selbst auf der Zunge bleibt. Viel besser finde ich es, wie bei Berti, wenn die Genugtuung vor allem darin besteht, sich nicht unterkriegen zu lassen. Handelnde zu sein, nicht Opfer!

Und bei Ihnen selbst? Hat es da mal einen Heinrich gegeben, der vielleicht ein Problem war?

Es gab tatsächlich mal einen Mann, bei dem sich die eine oder andere Heinrich-Eigenschaft gezeigt hat. So hatte ich Anschauungsmaterial aus nächster Nähe. Mit diesem Ein-klein-bisschen-Heinrich verstehe ich mich aber heute bestens. 

Mein zweiter Ehemann ist ein Anti-Heinrich. Und das ist gut so!

"Das Heinrich-Problem" von Alexandra Holenstein

8.99 €

 

Rache üben am Mann – was kann schöner sein? Perfekter Humor für Frauen, die das Leben kennen. 

Berti Fischer, Frau in den nicht mehr ganz besten Jahren, traut ihren Ohren kaum, als Ehemann Heinrich ihr mitteilt, er habe nicht die Absicht, mit ihr alt zu werden. Bald findet Berti heraus, dass sie nicht die einzige ist, der Heinrich übel mitspielt. Offenbar hat er gleich mehreren Frauen in seinem privaten und beruflichen Umfeld das Gefühl gegeben, nur sie allein sei ihm wichtig. Berti sinnt auf Rache. Soll sie sich dafür mit den anderen Frauen verbünden? Was, wenn nicht alle dabei mit offenen Karten spielen und plötzlich lange Verheimlichtes an die Oberfläche drängt? Zwischen Zürich und Ascona am Lago Maggiore schmieden die Frauen ihren Plan. Jetzt hat Heinrich wirklich ein Problem…

 

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