Träumen&Reisen

Die 5 Must Knows für einen Trip an die Ostsee

Von wegen Langeweile - auch stille Wasser sind tief und aufregend! Hier kommen die 5 Must Knows für einen Trip an die Ostsee!

 

Komm lass uns mal den Dänen winken! Es müssen nur noch die Koffer gepackt werden und ab geht es an die Ostsee. Schließlich muss es für einen Kurztrip nicht immer ins Ausland gehen. Auch in Deutschland haben wir wunderschöne Plätze, die erkundet werden wollen und zum Seele baumeln lassen, einladen.

Die Besucherzahlen sprechen für sich: Millionen Urlauber zieht es jedes Jahr an die Ostsee. Die Faszination des Meeres und der Küste, die keinen Wechsel zwischen Ebbe und Flut kennt, zieht die Menschen von nah und fern in seinen Bann. Zudem bieten die Städte, die sich an der Langen Ostseeküste entlang schlängeln, ein besonderes Flair: Angefangen von Flensburg über Fehmarn, Kiel, Lübeck und die die Lübecker Bucht bis weit nach Osten mit den Städten Wismar, Rostock und Stralsund.

Wer also Urlaub an der Ostsee macht, hat einiges zu entdecken.

Unbedingt solltet ihr einen Abstecher an den Timmendorfer Strand an der Lübecker Bucht machen. Galt in den 50er und 60er Jahren hier noch die Devise „sehen und gesehen werden“, wird der Strand nun aufgesucht, um all das zu erleben was Ferien schön und erlebenswert machen: Meer, Natur, Kultur, Ambiente und gute Restaurants. Zwar prägen auch große Hotelanlagen das Bild des 9000 Einwohner Städtchens, doch Abwechslung bietet beispielsweise bereits ein Spaziergang durch den kleinen Stadtwald entlang bezaubernder Villen aus der Zeit um die Jahrhundertwende.

Wie inzwischen an den meisten Küstenorten gibt es auch am Timmendorfer Strand ein Sea Life Center, das Touristen lockt. Highlight des Timmendorfer Sea Life Centers ist allerdings der begehbare Glastunnel, vergleichbar mit der Siam Ocean World in Bankog, der Einblicke in die Unterwasserwelt bietet und eine Begegnung mit den schillernden Meeresbewohner quasi auf Augenhöhe ermöglicht.

Und wer von Euch wollte nicht schon immer mal auf dem 54. Breitengrad shoppen gehen und durch die zahlreichen Boutiquen flanieren. Genau durch die Einkaufszone verläuft der genannte Breitengrad und veranlasste Insider dem kleinen Städtchen den Namen klein Greenwich zu geben.

Einen weiteren Besuch sind der Kurort und das Seebad Travemünde wert, das zu Europas schönsten und reizvollsten Seebädern gekürt wurde. Bereits im 19. Jahrhundert wurde das ehemalige Fischer- und Schiffstädtchen zur Topadresse für Badegäste und Segelliebhaber. Seit 1889 wird hier die Segelkunst im sportlichen Rahmen ausgeführt und verhalf dem Städtchen zu seinem wohl bekanntesten Trumpf – der Segelregatta „Travemünder Woche“. Jedes Jahr startet die Regattawoche Ende Juli mit diversen Wettkampfklassen wie großen Kielyachten, leichten Katamaranen und nussschalengroßen Gleityollen. Umrahmt wird das Event stets von einem Festival mit Live-Musik und kulinarischen Köstlichkeiten.

Ganz im Sinne der Segelliebe wurde inzwischen auch der Viermastbark Passat, der seit 1960 an der Travemündung liegt, zum Wahrzeichen des Ostseeheilbades. Heute befindet sich nun im Schiffsbauch der Passat ein kleines Museum für Besucher. Zudem wird der Viermastbark regelmäßig für Veranstaltungen vermietet.

Wenn ihr also schon immer davon geträumt habt, Euch vor maritimer Kulisse das Ja-Wort zu geben, dann seid ihr auf der Passat genau richtig! Zu bestimmten Terminen im Jahr können sich Verliebte auf der historischen Bark vom Standesamt Lübeck trauen lassen und ihre Vermählung feiern. Selbst die Hochzeitsnacht darf auf dem urigen Schiff in der schiffseigenen Hochzeitssuite verbracht werden. Auch für die Hochzeitsgäste stehen mehrere Kabinen als Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung. Einer unvergesslichen Reise um in den ehelichen Hafen zu schippern, steht also nichts mehr im Wege.

Ein weiteres Ausflugsziel ist der Alte Leuchtturm Travemündes, der mit seinem Leuchtfeuer einst Kaufleuten die Zufahrt zur Travemündung sicherte. Da inzwischen leider der Neubau des Maritim Hotels den 31 Meter hohen Backsteinbau verdeckt, übernimmt seit 1974 das Hotel das Leuchtfeuer als Orientierungslicht für Seefahrer. Einen Besuch ist der historische Leuchtturm dennoch wert, da er von seiner Aussichtsplattform in luftiger Höhe einen einmaligen Ausblick über den Skandinavienkai, die Travemünder Altstadt, über die Lübecker Bucht bis Grömitz und über die Küste Mecklenburg-Vorpommerns bietet.

Einen außerordentlichen Stellenwert, vor allem bei Naturliebhabern, Kunstinteressierten, Wassersportlern und Familien mit Kindern, hat die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Weiße, feine Sandstrände, die sich ca. 60 km entlang der Ostsee erstrecken, lassen keine Wünsche mehr offen. Auf den etwa 200 km² großen Boddengewässern bieten sich die besten Voraussetzungen zum Segeln, Tauchen und Surfen. Entsprechend ist es auch nicht verwunderlich, dass die Zeesboote auf den Bodden ebenso zur Urlaubsidylle Fischland-Darß-Zingst gehören wie das Reet auf den Dächern der farbigen Fischerhäuschen. Neben dem Wasserweg können aber auch die gut ausgebauten Rad- und Wanderwege genutzt werden, um die Halbinsel und ihre Natur kennen zu lernen.

Einen Besuch ist die Halbinsel eigentlich zu jeder Jahreszeit wert, doch spätestens im Herbst, wenn die Kraniche auf dem Eiland ihren Zwischenstopp einlegen, eröffnet ich Besuchern ein magisches Flair:

Wie aus dem Nichts tauchen plötzlich große keilförmige Formationen am Abendhimmel auf. Bei einsetzender Dämmerung erheben sich nämlich die Kraniche zu Hunderten und steuern ihre Schlafplätze an. Es empfiehlt sich ihre Landung auf der Insel Kirr von Bord einem der Fahrgastschiffe aus zu beobachten. Leiht Euch am besten noch eines der Ferngläser aus, die an Bord angeboten werden, um die beeindruckende Formation, sowie die Vögel aus der Näher, besser betrachten zu können.

Ein absoluter Geheimtipp der Halbinsel ist das kleine Örtchen Ahrenshoop, das im Spätsommer 1889 auch von den Malern Paul Müller-Kaempff und Oskar Frenzel entdeckt wurde. Das besondere Spiel des Lichtes, die vom Meer geprägte Landschaft und die Lage der Siedlung faszinierten seither viele Künstlerinnen und Künstler, die den Ort schließlich zu ihrer Wirkungs- und Ausstellungsstätte machten. Mittlerweile hat sich Ahrenshoop daher zum kulturellen Zentrum der Region entwickelt und bietet vor allem Kunstinteressierten vielerlei Sehenswertes. Allen voran ist das Ahrenshooper Katen zu nennen, das Haus für heimische Kunst und Kunstgewerbe. Basierend auf der Idee einer eigenen Galerie und als architektonisches Beispiel für die Ortsentwicklung Ahrenshoops wurde das Haus 1909 erstmals eröffnet. Zum damaligen Zeitpunkt verabschiedete man sich nämlich von der ortsüblichen Bauweise und ging dazu über die ersten Sommerhäuser zu erbauen anstatt traditioneller Häuser. Nach einer Komplettsanierung und Erweiterung der Räumlichkeiten sind nun neben Gemälden auch Ausstellungen mit Themen zu europäischen Künstlerkolonien zu besichtigen.

Ebenso in Künstlerhand sind seit über zweihundert Jahren viele der kunstvoll geschnitzten Türen der Häuser auf dem Darß. Im späten 18. Jahrhundert und mit dem Aufschwung der Darßer Segelschifffahrt verbreiteten sich einfarbige Türen auf der Halbinsel. Die farbigen Eingangspforten standen für den steigenden Wohlstand und trugen Ornamente, die der Antike entstammten. Zudem verbargen sich zwischen Säulen, Mäandern und flachen Giebeln auch häufig Symbole, die dem Schutz des Hauses dienen sollten. Wie die Schifffahrt kamen jedoch auch die farbigen Türen aus der Mode und erlebten erst in den 1930er Jahren ein Revival. Die Wiedergeburt der Tradition hielt zwar an den altbekannten Motiven wie z.B. der Sonne, dem Tulpenstrauß und Blüten fest, ließ die Türen aber noch farbenfroher erscheinen. Inzwischen sorgen die bunten Eingänge sogar in weit entfernten Regionen für Aufsehen.

Bei all den tollen Sehenswürdigkeiten seid Ihr nun auch auf der Suche nach einer spektakulären Unterkunft? – Kein Problem auch in der Hotelbranche hat die Ostseeküste einige Perlen zu bieten.

Allen voran ist das Hotel Kurhaus Binz auf Rügen zu nennen. Mit seiner imposanten gelb-weißen Fassade, die an die elegante Seebad-Tradition erinnert, erstreckt sich das Hotel direkt an der Seebrücke des Ostseestrands. Erst einmal im Hotel angekommen lädt einen der fantastische Ausblick von der Terrasse, sowie von den Zimmer und Suiten aus, zum Flanieren an der Promenade ein. So wie es einst Kaiserin Auguste Viktoria tat. Als zusätzliches Ass zaubert das Fünf-Sterne Hotel ein umfangreiches Spa-Angebot aus dem Ärmel, welches das Hotel zum feinsten entlang der Ostsee avancieren lässt. Das Superior Spa erstreckt sich über 1500 Quadratmeter Wellness-Welt. Neben dem Indoor- und einem ganzjährig beheizten Outdoor-Pool umfasst das Spa eine ägyptisch inspirierte Saunalandschaft mit Angeboten wie zum Beispiel dem ägyptischen Lilienbad oder dem Bad der Nofretete. Weitere feine und regional inspirierte Behandlungen, wie beispielsweise mit Rügener Heilerde, zählen ebenso zu dem luxuriösen Spa-Angebot.

Eine ganz besondere Zeitreise verspricht hingegen das Hotel Anno 1216 und lässt seinen Gästen Gesichte erleben. Das in der Altstadt befindliche Haus gehört zu den letzten Großpatrizierhäusern in Lübeck und steht inzwischen mit seinem stilvollen Backsteinbau unter Denkmalschutz. Unterschiedliche Stilepochen aus den letzten Jahrhunderten erzählen von der wechselvollen Geschichte und die Zimmer präsentieren sich in einem Stilmix aus modernen und antiken Möbeln.

Um Euch nun noch mehr in Ostsee-Stimmung zu bringen, entführt Euch Lena Johannson in ihrem Roman „Dünenmond. Ein Sommer an der Ostsee“ nach Ahrenshoop. In dem beschaulichen Künstlerstädtchen begibt sich die Protagonistin Josefine auf Spurensuche ihres Vaters und dessen geheimen Lieblingsplätzen, die er zu Lebzeiten auf Fotos verewigt hat. Unter anderem entdeckt Josefine auf einem der Fotos ihren Vater in inniger Umarmung mit einer ihr unbekannten Frau. Überzeugt das Familiengeheimnis ihres Vaters zu lüften, lernt sie nicht nur die Ostsee besser kennen, sondern auch den charmanten Eisverkäufer Jan, in den sie sich verliebt.

Tief verletzt von ihrem untreuen Ehemann flüchtet sich auch Paula Hennings in Jule Vesterlunds neuen Roman „Wolkenblau – Eine Liebe auf Hiddensee“ an die Ostseeküste. Auf der kleinen Insel Hiddensee angekommen, stellt sie schnell fest, dass Neuankömmlinge hier nicht lange unentdeckt bleiben und so wird sie schnell von dem attraktiven Martin umworben. Doch anstatt den charmanten Martin in ihr Herz zu lassen, fühlt sie sich dem schroffen Meeresbiologen Simon hingezogen, der sein Herz allerdings schon an eine andere Frau verschenkt hat. Ob Paula dennoch Chancen bei Simon hat oder wie sich ihr Liebesleben weiter entwickelt, erfahrt ihr in „Wolkenblau – Eine Liebe auf Hiddensee“.

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