Große Gefühle

Beziehung: Wie Du eine glückliche Partnerschaft führst

Du stehst noch relativ am Anfang Deiner Beziehung und bist über beide Ohren verliebt? Du möchtest wissen, was eine glückliche Partnerschaft ausmacht, was Frauen und Männer in der Liebe und oft auch in Liebesromanen bewegt und wie man es schafft, dass die Zweisamkeit von Dauer ist?

Wir erklären Dir, wie Du erfolgreich durch die ersten Jahre einer Beziehung gehst, wie Du mit ein paar cleveren Beziehungstipps auch danach Deine Liebe noch frisch hältst und welche Aspekte in der Liebe auf Dauer von Bedeutung sind!

Die Phasen einer Beziehung

Tatsächlich kann man eine Beziehung in unterschiedliche Phasen einteilen. Experten haben dabei diese fünf Abschnitte festgelegt:

  • Verliebtheit
  • Verliebtheit schwindet
  • Abgrenzung und Machtkämpfebeziehungstipps
  • Ich, Du und Wir
  • Ankommen 

Die Verliebtheitsphase kennen wir alle nur zu gut: Man schwebt auf Wolke Sieben, ist verrückt nach dem anderen und kann sein Glück kaum fassen. Diese Phase kann unterschiedlich lang sein, in der Regel hält sie zwischen neun und 18 Monaten an. Danach tritt man in die nächste Phase ein, in der die rosarote Brille schwindet und man den Partner ganz ungeschönt kennenlernt. Es stehen nicht mehr nur die Gemeinsamkeiten im Fokus, sondern auch die Unterschiede und Macken Deines Partners fallen Dir auf einmal auf. Auch wenn es hart klingt: Die Schmetterlinge im Bauch sind nun verflogen. In dieser kritischen Phase trennen sich daher leider auch viele Paare – dabei beginnt erst hier nach der Verliebtheit die wahre Liebe.

Auch die dritte Phase ist nicht viel angenehmer. Zweifel stellen sich ein, ob der Partner wirklich der richtige ist, Ihr fangt an, Euch gegenseitig zu bekämpfen, Macht- und Konkurrenzkämpfe werden ausgefochten. Zudem versuchen in dieser Phase viele, die ungeliebten Eigenschaften des Partners zu ändern. Dieser schwierige Abschnitt kann bis zu zwei Jahre andauern und führt ebenfalls häufig zur Trennung. Doch wer diese Phasen einer Beziehung heil übersteht, der wird bald belohnt. Phase vier charakterisiert sich vor allem durch Akzeptanz. Ihr habt Eure Kämpfe ausgefochten, Grenzen gesteckt und akzeptiert, dass der andere – genau wie man selbst – seine Macken hat. Und das ist auch völlig okay. Nun beginnt Ihr, Euch einander aktiv in Eurer Individualität zu unterstützen, Euch Freiräume zu gönnen und Euch abseits der Beziehung zu definieren. Gleichzeitig erfährt das Wir-Gefühl eine neue Stärke. Neue Gemeinsame Hobbys und Unternehmungen und die Verwirklichung gemeinsamer Lebensträume finden häufig in diesem schönen Abschnitt statt. In Phase fünf schließt dann das Pärchen endgültig Frieden mit sich und seinem Platz in der Welt. Man erkennt den anderen als sein Zuhause an – und wird von einem Gefühl tiefer, inniger Liebe verbunden.

Was Frauen und Männer in einer Partnerschaft bewegt

Getreu dem Motto „Männer kommen vom Mars und Frauen von der Venus“ läuft heute schon lange nichts mehr. Was sich Frauen und Männer von einer Beziehung wünschen, gleicht sich weitestgehend wie ein Ei dem anderen. Lediglich die Betonung wird hier und da etwas anders gelegt. So wünschen sich Männer und Frauen in einer Beziehung in erster Linie Verständnis, Fürsorge und Geborgenheit. Die Sache mit dem Verständnis ist allerdings bei Frau und Mann unterschiedlich gestrickt: Das starke Geschlecht wünscht sich vor allem Verständnis in Form von Akzeptanz: Es ist okay, wenn ich zum Fußball gehe, es ist okay, wenn ich hier und da mal meine dreckigen Socken liegen lasse – kurz, ich bin okay, wie ich bin. Für Frauen bedeutet Verständnis vor allem Zuhören. Frauen ist es sehr wichtig, dass ihr Mann versteht, wie es ist, in ihren Schuhen zu stecken, wie sich das Leben für sie anfühlt und warum sie überhaupt ist, wie sie ist. Für Frauen heißt es also: Akzeptiere Deinen Schatz, wie er ist! Und für Männer heißt es: zuhören!

Humor ist ein weiterer wichtiger Grundstein, der für Männer und Frauen etwa gleichbedeutend ist: Zusammen lachen, die gleich Dinge lustig finden und den Humor des anderen teilen schweißt ungemein zusammen. Außerdem wird so die Freundschaft zwischen Mann und Frau gestärkt. Denn auch das wünschen sich beide Seiten gleichermaßen: Dass der Partner auch ein echter Freund ist. Auch Anerkennung und Unterstützung dürfen in einer Beziehung natürlich nicht fehlen, auch wenn das manchmal heißen kann, sich selbst ein wenig zurückzunehmen.

Last, but not least – Erotik! Dies ist ein Aspekt, der definitiv nicht zu unterschätzen ist. Auch hier liegen Männer und Frauen gar nicht so weit auseinander, wie man zunächst vielleicht annimmt. Zu Beginn einer Partnerschaft läuft die Libido beider Partner auf Hochtouren – man bekommt in körperlicher Hinsicht einfach nicht genug voneinander. Nach einigen Monaten flaut diese erste Phase langsam ab und es pendelt sich eine gewisse Regelmäßigkeit ein. Das gehört zu den ganz natürlichen Phasen einer Beziehung. Natürlich gibt es keine Faustformel dafür, wie viel Sex ein Paar glücklich macht. Dafür ist dieses Gebiet einfach zu individuell. Forscher haben jedoch herausgefunden, dass Männer und Frauen, die in einer Beziehung im Durchschnitt fünf Mal im Monat Sex haben oder weniger, eher unglücklich mit ihrer Beziehung sind, und Männer und Frauen, die im Schnitt zehn Mal und mehr Sex haben, eher glücklich sind. Diese Werte gelten sowohl für Männer als auch für Frauen – so unterschiedlich sind wir also wohl auch in dieser Hinsicht gar nicht.

Wenn die Liebe zum Alltag wird

Am Anfang einer Beziehung schwebst Du natürlich auf Wolke Sieben und glaubst insgeheim, es würde ewig so weitergehen. Doch nach etwa zwei Jahren hast Du die rosarote Brille definitiv abgelegt und die Welt nimmt wieder ihre ganz normale Farbe an. Es stellt sich eine gewisse Routine in Sachen Liebe ein. Das ist überhaupt nicht schlimm, sondern ganz normal und kann sogar etwas sehr Schönes sein. Es hat auf Dauer etwas sehr beglückendes, mit einem geliebten Partner seinen Alltag zu teilen, Wünsche, Träume und Hoffnungen miteinander zu haben und zu realisieren. Aber es zählen eben auch die ganz gewöhnlichen Momente: Nach dem Feierabend kuschelnd auf dem Sofa fernsehen, sich am verregneten Samstagnachmittag darüber zu zanken, wer den Hund ausführt oder wer den wöchentlichen Großeinkauf erledigt. Ja, das Leben in einer Beziehung steckt voller Herausforderungen, aber auch der gemeinsam bestrittene Alltag gehört eben dazu und sind wir ehrlich: Manch lästige Dinge sind zu zweit dennoch erträglicher.

Pärchen- und Beziehungstypen im Überblick

Forscher der University of Illinois haben 375 Paare über neun Monate hinweg begleitet und ihren Umgang miteinander beobachtet. Dabei haben sie festgestellt, dass es vier verschiedene Beziehungstypen gibt, die sie wie folgt kategorisierten:

  • Das Streit-Paar
  • Das Social-Paar
  • Das Drama-Paar
  • Das Fokus-Paar 

Diese vier Beziehungstypen ticken völlig unterschiedlich, gehen ganz anders miteinander um – und haben auch gänzlich verschiedene Prognosen, was die Dauer der jeweiligen Beziehungen betrifft.

Das Streit-Paar charakterisiert sich beispielsweise dadurch, dass die Liebe sehr unausgeglichen ist. Es herrscht eine sogenannte „leidenschaftliche Streitnähe“ und der Beziehungsstatus ist permanent kompliziert. Mal werden Mann und Frau von intensiver seelischer und körperlicher Nähe überwältigt, dann distanzieren sie sich wieder stark voneinander. Heftiger Streit und körperlicher Nähe wechseln sich hier permanent ab. Es herrscht ein ständiges Auf und Ab, was die Beziehung stark belastet.

Das Social-Paar zeichnet sich dadurch aus, dass das Pärchen sehr viele soziale Kontakte pflegt, mal zusammen, mal getrennt voneinander. Der Alltag ist geprägt von vielen Aktivitäten, man hat zahlreiche Bekanntschaften und Freunde und definiert sich auch darüber. Ein gemeinsamer Freundeskreis stärkt das Gefühl des Zusammenhalts des Paares. Bei dem Drama-Paar fängt die Beziehung meist gut und vielversprechend an, doch diese harmonischen Gefühle sind nicht von Dauer. Mann und Frau verbringen überdurchschnittlich viel Zeit ohne den Partner, – verglichen mit den drei anderen Beziehungstypen – entfremden sich so zeitweise voneinander und machen viele Auf und Abs durch. Die Partner dieser Gruppe neigen außerdem dazu, ihre Entscheidungen aufgrund von äußeren Begebenheiten und auf Basis ihrer eigenen schlechten Erfahrungen zu treffen. Sie fokussieren sich immer auf das Schlechte und geben daher schnell auf.

Zu guter Letzt gibt es das sogenannte Fokus-Pärchen. Wie der Name andeutet, sind die Partner hier sehr aufeinander fixiert und verbringen überdurchschnittlich viel Zeit miteinander. Der Partner wird als das Wichtigste im Leben betrachtet und ihm wird eine einmalige Sonderstellung im sozialen Gefüge und der eigenen Lebenssituation eingeräumt. Die Paare haben häufig gemeinsame Hobbys, teilen einander ihre Gedanken mit und haben denselben Humor.

Und welcher Beziehungstyp ist nun der mit den höchsten Erfolgschancen? Laut Studie sind es die Partnerfixierten. Das klingt vielleicht überraschend, galten Paar, die zu sehr „aufeinander hocken“, vor einigen Jahren noch als schneller vom Partner gelangweilt. Inzwischen hat man jedoch herausgefunden, dass Liebespaare, die sich sehr mit dem Partner identifizieren auf lange Sicht die besten Voraussetzungen mitbringen, um eine glückliche, lange Beziehung zu führen. Der zweiterfolgreichste Beziehungstyp ist demnach übrigens das Social-Paar. Auch wer viel zusammen aktiv ist und einen gemeinsamen Freundeskreis pflegt, definiert sich darüber miteinander. Hierbei liegt die Betonung allerdings auf „gemeinsam“ – wenn beide Partner in getrennten Freundeskreisen unterwegs sind, dann fehlen auf Dauer die Gemeinsamkeiten.

Die Krönung: Der erste Jahrestag der Beziehung

Da fliegen die Schmetterlinge gleich wieder so hoch wie am ersten Tag: Der erste Jahrestag der Beziehung ist immer etwas ganz Besonderes! Wusstest Du am Anfang doch noch nicht so genau, wie das gemeinsame Leben miteinander aussehen würde, habt Ihr nun einen ersten Einblick erhalten – ein Jahr ist um, das erste Jahr mit dem größten Schatz! Naturgemäß ist das erste Jahr eines der aufregendsten in der Beziehung. Immerhin steckt es voller erster Male: der erste Kuss, die erste gemeinsame Nacht, das erste Kennenlernen der Schwiegereltern, der erste gemeinsame Urlaub – und natürlich auch der erste gemeinsame Krach. Auch Streitereien bleiben leider nicht aus und sind gerade im ersten Jahr ganz normal. Schließlich Ihr Euch erst aneinander gewöhnen und Grenzen abstecken. Das alles habt Ihr Turteltäubchen erfolgreich hinter Euch gebracht und könnt nun feiern, dass Ihr schon ein ganzes Jahr zusammen seid!

Jetzt ist alles, was Euch zum perfekten Glück noch fehlt, ein wunderbarer Tag, an dem Ihr Euch ausschließlich Zeit füreinander und für die schönen Seiten des Lebens nehmt. Hier findet Ihr ein paar Unternehmungen, die sich perfekt für den ersten Jahrestag Eurer Beziehung eignen:

  • Frei nehmen: Die erste Priorität lautet: Nehmt Euch frei! Heute ist gemeinsame Zeit angesagt. Da darf nichts und niemand stören.
  • Geschenke für den Liebsten: Klar, ein kleines Geschenk zum Jahrestag will man sich nicht nehmen lassen. Übertreibt es jedoch nicht. Heute sollt Ihr Eure gemeinsame Liebe feiern – und diese ist gänzlich immateriell. Ein kleines Geschenk als Aufmerksamkeit ist immer eine nette Geste. Viel wichtiger ist es aber, dass Ihr schöne Momente miteinander teilt und Euch viel Zeit füreinander nehmt.
  • Einen Ausflug machen: Ein echtes Muss am großen gemeinsamen Tag: Fahrt zusammen raus! Ob Städtetrip, ein Tag am Meer oder raus ins Grüne – was auch immer zu Euch passt, ist erlaubt!
  • Candle-Light-Dinner: Der absolute Klassiker, wenn es um den Jahrestag der Beziehung geht: ein romantisches Abendessen bei Kerzenschein. Auch hierbei sind Eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ihr kocht beide gerne? Dann gönnt Euch eine Flasche Rotwein und eine lustige und zugleich romantische Kochsession in den eigenen vier Wänden – oder lasst Euch in einem edlen Restaurant kulinarisch verwöhnen. 

Beziehungstipps: Wie Du die Liebe frisch hältst

„Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.“ – In dieser alten Volksweisheit liegt mehr Wahrheit, als man auf den ersten Blick glauben mag. Natürlich geht es hier nicht vorrangig darum, sich bei einem Menschen einzuschmeicheln, auch geht es nicht um die Bedeutung materieller Güter – sondern es geht um Aufmerksamkeit. Um Aufmerksamkeit, Wertschätzung und vor allem darum, dass Du die Menschen, die Dir viel bedeuten, auch so behandelst. Und das gilt eben nicht nur für die Freundschaft, sondern auch für die Familie, vielleicht sogar für besonders liebe Kollegen, aber ganz besonders solltest Du Dir diesen Grundsatz zu Herzen nehmen, wenn Du eine glückliche Beziehung führen willst! Wertschätzung und Aufmerksamkeit sind wohl das Wichtigste, was Du Deinem Partner entgegenbringen kannst. Und über das Wie lässt sich diskutieren. Hier findest Du acht Beziehungstipps, mit denen Du Eure Liebe frisch hältst und Du Deinem Schatz zeigen kannst, wie viel er Dir bedeutet:

  • Komplimente machen
  • Verwöhn-Abend oder -Tage
  • Sich zu richtigen Dates verabreden
  • Sich ein romantisches Wochenende gönnen
  • Gemeinsame Hobbys pflegen
  • Miteinander reden 

Unser Lesetipp: „Das Meer der Zeit“

„Das Meer der Zeit“ ist eine Liebesgeschichte der ganz besonderen Art: Kate ist eine junge, dynamische New Yorkerin, die sich mit allen Kräften auf ihre Karriere stürzt. Als sie mitten im Großstadttrubel über den gut aussehenden Julian stolpert, scheint es fast, als käme er nicht aus dieser Zeit. Sie verlieben sich auf den ersten Blick. Doch dann stößt sie auf ein fast hundert Jahre altes Buch, das sie in ihrer Post findet und von einem jungen Dichter aus dem Ersten Weltkrieg handelt. Aber wie kann es sein, dass das Bild auf dem Umschlag ihren Julian zeigt?

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