Große Gefühle

Aller Anfang ist schwer - so startest Du am besten einen Neuanfang

Das Leben läuft nicht immer nach Plan und manchmal gerät alles, was Du Dir bisher aufgebaut hast, ins Wanken. Eine Beziehung endet und es scheint unmöglich, wieder nach vorne zu blicken. Im Job bist Du unzufrieden, doch einfach die Kündigung einzureichen, ist alles andere als leicht. Eine andere Stadt verspricht tolle Möglichkeiten, doch die Koffer zu packen und alles hinter sich zu lassen, fällt schwer. Aller Anfang ist schwer, doch ein Neuanfang zahlt sich in den meisten Fällen aus und birgt die einmalige Chance, Deinem Leben eine ganz neue Wendung zu geben.

Ob der Start ins neue Leben wirklich gelingt und ob Du es schaffst, Deine Träume tatsächlich zu verwirklichen, hängt von ein paar Bedingungen ab. Die gute Nachricht hierbei lautet: Diese Bedingungen hast Du ganz allein in Deiner Hand! Wenn Du ganz tief in Dich hineinhorchst, auf Dein Herz und Deine Seele hörst und den Mut aufbringst, ihnen zu folgen, dann kannst Du ganz sicher sein, dass einer wunderbaren Zukunft nichts mehr im Wege steht! Hier erfährst Du, wie Du Schritt für Schritt Deine Träume verwirklichst und die Vergangenheit hinter Dir lässt!

Woran erkennst Du, dass es Zeit für einen Neuanfang ist?

Ob der Verlust des Jobs oder des Partners, ob eine schlimme Krankheit oder der Tod eines Angehörigen oder eines Freundes – existenzielle Situationen wie diese erscheinen zunächst wie ein tiefes, vielleicht endloses Tal der Traurigkeit. Wir hadern mit dem Leben, fragen uns, wie es weitergehen soll und können uns eine Zukunft zeitweise gar nicht vorstellen – und wenn, dann sehen wir sie nur unscharf vor dem inneren Auge, sie scheint uns trüb und als hätten wir keinen nennenswerten Einfluss darauf. Und genau hierin besteht die Chance, die in solchen Lebenskrisen liegt! Ja, Altes und Liebgewonnenes mag zu Bruch gehen, doch dafür macht es Platz für das Neue und Unbekannte – Platz für all die Träume, die Du in Deinem Herzen trägst! Wenn Du an Deinem Selbstwertgefühl zweifeilst, Dir Dein bisheriges Leben alt und fad vorkommt und Du das dringende Gefühl hast, dass sich etwas ändern musst, ganz egal, wie viel Angst Du davor hast – dann ist es für Dich an der Zeit, einen Neuanfang zu wagen! Wir zeigen Dir Schritt für Schritt, wie Du erfolgreich in Dein neues Leben startest. Ganz nach der Devise: Lebe Deinen Traum – so verwirklichst Du Deine Träume!

Die vier Phasen des Neubeginns

Psychologen und Lebenshilfeexperten teilen den Prozess eines Neubeginns in vier Phasen ein:

  1. Phase: Abschließen mit dem alten Lebensabschnitt
  2. Phase: Nach vorne blicken
  3. Phase: Planen und Träumen
  4. Phase: Der Neubeginn

Diese vier Phasen sind wiederum in mehrere, einzelne Abschnitte unterteilt, die zwar nicht zwangsläufig von jedem eins zu eins so durchlaufen werden, aber üblicherweise ähneln sich die einzelnen Phasen bei einem Neubeginn in groben Zügen sehr. Die Details variieren von Person zu Person natürlich stark. Du kannst diese vier Phasen mit ihren einzelnen Zwischenstufen als Wegweiser nutzen, wenn Dir zwischendurch die Orientierung auf Deinem Weg in ein neues Leben fehlt. Jetzt heißt es für Dich: Tief durchatmen und lebe Deinen Traum!

Phase 1: Abschließen mit dem alten Lebensabschnitt

Jede Veränderung im Leben ist mit Gefühlen verbunden. Das Wichtigste ist dabei, eben diese Gefühle zu akzeptieren und nicht zu verdrängen. Lass Deine Gefühle zu, aber lass Dich nicht von ihnen überwältigen. Erlaube Dir, traurig, wütend oder enttäuscht zu sein, aber erlaube es Dir auch, Glück zu empfinden. Um Erlebtes zu verarbeiten, hilft außerdem, darüber zu sprechen – Ob mit der Familie, der besten Freundin, dem Partner oder auch der netten Nachbarin, die immer im Treppenhaus fragt, wie es Dir geht. Geteiltes Leid ist schließlich halbes Leid und so wird es von Tag zu Tag leichter, mit Deinen eigenen Gefühlen umzugehen und einem Neuanfang entgegen zu blicken.

Schritt 1: Gefühle zulassen

Schwierige Erfahrungen im Leben, tiefe Krisen und existenzielle Erlebnisse sind immer mit Emotionen verbunden. Häufig bist Du jedoch trotz allem so sehr darauf programmiert, zu „funktionieren“, dass Du diese Gefühle teils gar nicht zulässt. Kein Wunder, denn Empfindungen wie Trauer, Wut, Enttäuschung und Zweifel können sehr stark sein und uns Angst machen. Unser Alltag gibt uns dabei ein Gerüst, an dem wir uns festhalten können. Wichtig in dieser ersten Phase ist, dass Du das Gleichgewicht wahrst. Lass Deine Gefühle zu, auch wenn sie sich nicht gut anfühlen. Es ist ungemein wichtig für Deine Seele, dass sie diese Phase der tiefen Traurigkeit durchleben darf, um heilen zu können. Auch eine Wunde blutet zuerst, bevor sie sich schließt und langsam heilt. Gleichzeitig fährst Du aber gut damit, wenn Du Dich nicht von diesen Gefühlen übermannen lässt und Dich ausschließlich ihnen hingibst. Mach Dir immer wieder bewusst: Das hier ist nur eine Phase – egal, wie schlimm sie auch sein mag – sie wird vorbeigehen, ebenso wie diese schmerzhaften Emotionen. Identifiziere Dich nicht mit dem Schmerz, sondern mach Dir immer wieder bewusst: Du bist nicht Deine Gefühle. Du bist nur diejenige, die sie wahrnimmt. Genauso wie Du wahrnehmen wirst, wenn sie dann irgendwann schwächer werden und vergehen und der Heilungsprozess einsetzt.

Schritt 2: Formuliere Deine Gefühle und teile Dich mit

Es ist ungemein hilfreich, seine Gefühle zu formulieren. Das bringt Ordnung in das sprichwörtliche „Gefühlschaos“ und hilft Dir dabei, Dich selbst zu verstehen. Wie Du das angehst, bleibt dabei ganz allein Dir selbst überlassen: Du kannst Tagebuch schreiben oder ein Video Tagebuch führen, je nachdem, ob Dir das geschriebene Wort oder das gesprochene Wort eher liegt. Oft ist es auch hilfreich, sich Freunden oder der Familie mitzuteilen, sich buchstäblich auszuheulen. Es ist etwas Wunderbares, sich geborgen und verstanden zu fühlen und kann ein großer Trost in schwierigen Zeiten sein. Achte jedoch darauf, dass Du Deine Auserwählten nicht zu sehr belastest – so hart es klingt. Das Leid lieber Menschen ist oft schwer zu ertragen – mute Deinen Lieben also nicht zu viel zu. Du hast immer auch die Wahl, einen Therapeuten aufzusuchen. Daran ist nichts verwerflich, ganz im Gegenteil. Psychotherapeuten sind genau dafür da, Menschen durch schwierige Lebenssituationen zu helfen und ihnen zuzuhören.

Schritt 3: Nimm Dir eine Auszeit

Hierzu muss eigentlich gar nicht mehr gesagt werden. Eine Auszeit vom Alltag, vom gewohnten Trott und den eigenen vier Wänden kann wahre Wunder wirken und ist ein wichtiger Teil des Heilungsprozesses. Vielleicht fährst Du allein an die See, nimmst Dir Zeit für Spaziergänge, schaust aufs Wasser, lässt Deine Gedanken und Gefühle kommen und gehen und findest zum ersten Mal wieder ein bisschen Frieden.

Phase 2: Blick nach vorne – auch wenn es noch schwerfällt

Analysiere Deine Situation und was Du daraus lernen möchtest

Die erste und schmerzhafteste Phase liegt jetzt hinter Dir. Nun wird es langsam Zeit, nach vorne zu blicken, den Verstand über die Gefühle zu stellen und zu verstehen, was man aus der Situation für die Zukunft lernen kann. Schließlich gehen wir nur als reifere und klügere Menschen aus einer Krise hervor, wenn wir uns mit den Gründen dafür auseinandergesetzt haben. Überlege genau und versuche Dir die richtigen Fragen zu stellen: Wie konnte es zu einem Burnout kommen? Was hat Dich in Deiner alten Beziehung nicht mehr glücklich gemacht? Denke aber daran, dass es hierbei nicht darum geht, nach eigenen Fehlern zu suchen und sich schuldig zu fühlen, sondern darum, ehrlich zu sich selbst zu sein, um sich besser kennenzulernen. Schließlich soll sich diese Krise in Zukunft nicht noch einmal wiederholen. Zermartere Dir dabei jedoch nicht das Gehirn. Sei sanft und wohlwollend mit Dir – und sei objektiv. Versuche stets, Dich selbst mit den Augen eines anderen zu sehen.

Probiere etwas Neues aus – und gönn Dir Erfolgserlebnisse

Der beste Weg, Vergangenes zu überwinden, ist neue Sachen auszuprobieren. Das pustet das Gehirn frei, bringt die grauen Zellen auf Trab und Schwung in Dein Leben. Worauf hast Du schon lange Lust, hast Dich aber nicht getraut? Das können große Dinge sein, aber auch Kleinigkeiten. Vielleicht möchtest Du auf eine Bergwanderung gehen? Vielleicht möchtest Du Dir aber auch einfach mal wieder die Inlineskates anschnallen und eine Runde um den See fahren? Wolltest Du schon immer mal allein ins Programmkino gehen und Dir tolle Filme mit Originaltonspur ansehen? Einfach mal wieder Zeit zum Lesen haben oder gleich eine neue Fremdsprache lernen? Nähen, stepptanzen, französisch kochen? Was auch immer es ist, tu es jetzt! Es ist die perfekte Zeit dafür! Dein Selbstbewusstsein wird es Dir danken. Und denk daran, jetzt geht es nur noch um eines: Lebe Deine Traum – denn so verwirklichst Du Deine Träume!

Lass die Vergangenheit los

Loslassen – das klingt immer so leicht. Natürlich ist es das nicht. Dennoch wirst Du irgendwann im Laufe Deines Heilungsprozesses merken, dass es jetzt an der Zeit dafür ist, das Alte loszulassen und Platz für das Neue zu machen. Diesen Prozess kannst Du aktiv unterstützen. Sag Dir selbst, dass Du jetzt bereit bist, loszulassen. Sag es laut: „Ich lasse los.“ Sag es auch leise zu Dir selbst, Du kannst es auch als Mantra wiederholen. Versuche dabei zu lächeln und fühle, wie gut es tut. Wenn Du magst, kannst Du auch ergänzen, was genau Du loslässt: „Ich lasse (Name Deines Ex) jetzt los.“ „Ich lasse meinen Schmerz los.“ „Ich lasse mein altes Leben los.“ Psychologen sind überzeugt davon, dass der aktive Prozess des Loslassens ungemein heilsam ist. So schaffst Du Platz für Neues. Für Dein Projekt „Lebe Deinen Traum – so verwirklichst Du Deine Träume!“ ist das Loslassen unerlässlich.

Phase 3: Planen und Träumen

Erlaube Dir zu träumen

Bevor es an die konkrete Planung eines Neuanfangs geht, solltest Du Dir zunächst etwas Zeit zum Träumen nehmen. Male Dir aus, wie die Zukunft und Dein Neubeginn aussehen könnte und Du wirst sehen, dass der Optimismus bald schon wieder an Deiner Seite ist. Versuche dabei jedoch stets ehrlich zu Dir selbst zu sein, nur dann verleihen Träume Kraft und Zuversicht. Was wünschst Du Dir wirklich? Was reizt Dich? Was bewegt Dein Herz und wonach sehnt sich Deine Seele? Oft heißt es: Halte Deine Träume realistisch, setz Dir kleine Ziele, die Du auch erreich kannst. Es gibt jedoch zahlreiche erfolgreiche Persönlichkeiten, die auch großen Zielen einiges abgewinnen können. Hauptsache ist: Sei ehrlich zu Dir selbst und erlaube Dir zu träumen.

Mach Dich an die Planung

Du warst ehrlich zu Dir selbst und hast Dich getraut, zu träumen? Sind dabei erschreckend große Träume herausgekommen? Oder waren es nur kleine Veränderungen? Was auch immer es ist: Du weißt jetzt, was Du willst. Nun ist es an der Zeit, herauszufinden, wie Du diese Träume in die Tat umsetzen kannst. Mach Dich jetzt an die Planung. Denke dabei daran, Schritt für Schritt vorzugehen und Dir Etappenziele zu setzen. Lebe Deinen Traum!

Überwinde Deine Ängste

Geht es um einen Neuanfang im Leben, ist es ganz normal, Angst zu haben. Wir haben Angst davor, dass etwas nicht so klappt, wie wir es uns vorstellen. Wir befürchten, eine falsche Entscheidung zu treffen. Die Angst vor dem Scheitern ist völlig okay, denn sie zeigt auch, wie wichtig dieser Neubeginn für uns ist. Sich von der Angst beherrschen zu lassen, ist jedoch die falsche Methode, denn letztlich ist es diese Angst, die uns daran hindert, das zu tun, was wir möchten. Es gilt daher, trotz der vorhandenen Angst, nach vorne und dem Neuanfang mit gespannter Freude entgegen zu blicken.

Phase 4: Der Neubeginn

Nun ist es endlich so weit: Lebe Deinen Traum – Du verwirklichst Deine Träume! Die schwierigste Phase hast Du hinter Dich gebracht. Jetzt ist es endlich Zeit, zu neuen Ufern aufzubrechen! Damit es auch wirklich funktioniert, weihe ein paar liebe Menschen ein, die Dich unterstützen, halte Dich an Deinen Plan und mache einen Schritt nach dem nächsten. Dann kommst Du Deinem Ziel, Stück für Stück immer näher.

Morgen kommt ein neuer Himmel – Leseempfehlung zum Thema Neuanfang

„Morgen kommt ein neuer Himmel“ von Erfolgsautorin Lori Nelson Spielman ist ein berührender Roman über das Thema Neuanfang und handelt um die einzige Liebe, die uns alle angeht: die Liebe einer Mutter.

Brett ist 34 Jahre alt und ist zufrieden mit ihrem Leben – ein Freund, ein Job, eine schicke Wohnung. Doch als ihre Mutter stirbt, fällt ihr ein längst vergessen geglaubtes Relikt in die Hände: eine Liste mit Lebenszielen, die Brett im zarten Alter von 14 Jahren verfasst hat. Damit Brett ihr Erbe erhält, hat ihre Mutter vor ihrem Tod veranlasst, dass sie alle Punkte von ihrer Liste abarbeiten muss – vom eigenen Pferd über den unbekannten Vater ausfindig machen bis hin zu einem eigenen Baby. Um sie bei ihren Zielen zu unterstützen, hat ihre Mutter ihr zudem Briefe geschrieben, die Brett auf emotionale Weise zeigen, dass sie tatsächlich nicht glücklich mit ihrem Leben ist.

Deine Worte bleiben

Im Roman Deine Worte bleiben von Simone Walleck erfährt Lisa einen tragischen Verlust, der ihr Leben auf den Kopf stellt: Ihre große Liebe Daniel stirbt. Lisa ist verzweifelt und stellt auch ihr eigenes Leben in Frage. Wird sie jemals wieder glücklich sein? Daniels Arzt steht ihr zur Seite und auch ein geheimnisvoller “Zauberer”, der Lisa in ihren Träumen besucht.

Was zunächst unmöglich erschien, rückt so in den Bereich des Möglichen: ein Neuanfang.

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