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Lifestyle

Abschied nehmen – wie man lernt, mit Tod und Trauer umzugehen

Tod und Trauer sind aus unserem Leben weitestgehend verbannt. Der Verlust von nahestehenden Menschen reißt uns aus dem Alltag und konfrontiert uns oft mit ungewohnten Gefühlen, mit denen wir nur schwer umzugehen wissen. Der Tod geliebter Menschen lässt häufig eine klaffende Wunde entstehen, die nur langsam und schwierig wieder verheilt. Obwohl wir der Thematik um Tod und Trauer am liebsten einfach aus dem Weg gehen würden, trifft sie jeden Menschen im Laufe seines Lebens auf die eine oder andere Art. Trauerbewältigung ist nicht einfach, aber man kann lernen, mit der Trauer nach dem Verlust eines geliebten Menschen umzugehen:

1. Die eigenen Gefühle akzeptieren

Der Verlust von Familienangehörigen oder Freunden stürzt uns meist in ein Gefühlschaos, in dem wir nur schwer Orientierung finden. Meist stehen wir mit unseren Empfindungen nicht alleine da, allerdings sind die Gefühle nach einem Todesfall sehr individuell und unterschiedlich. Nach dem Verlust eines geliebten Menschen fühlen wir uns oft überwältigt und können unsere Empfindungen nur schwer zuordnen. Die Emotionen reichen von schmerzlicher Trauer und einer tiefen inneren Leere über Angst, Wut und Verzweiflung. Irgendwann beruhigen sich die überwältigenden Gefühle wieder, aber jeder Mensch braucht dafür unterschiedlich viel Zeit. In dieser Zeit sind Familie und Freundschaft unverzichtbar, weil uns nahestehende Menschen Verständnis entgegen bringen und sich leider auch oft in einer sehr ähnlichen Situation befinden. Es ist wichtig zu wissen, dass Trauer viele Gesichter hat und unsere unterschiedlichen Reaktionen auf den Verlust von Familienangehörigen oder Freunden normal sind. Wir können nichts anderes tun, als unsere Gefühle zu akzeptieren und unsere Trauer zuzulassen.

2. Trauerbewältigung in vier Phasen

Trauerbewältigung funktioniert nach keinem Schema, dennoch gibt es vier Phasen der Trauer, auf die sich Experten einigen konnten: In der ersten Phase befindet man sich in einem Schockzustand, leugnet die Todesnachricht und will sie nicht wahrhaben. In der zweiten Phase brechen die Emotionen auf und stürzen uns in ein Gefühlschaos. Negative Gefühle richten sich oft gegen Ärzte, Pflegepersonal oder gegen uns selbst. In Phase drei der Trauerbewältigung sucht man noch einmal den Kontakt zum Verstorbenen, in dem man bedeutungsvolle Orte besucht oder Erinnerungsstücke hervorholt. In dieser Phase setzt man sich mit dem Verlust des Angehörigen intensiv auseinander und arbeitet im inneren Dialog auch eventuell ungelöste Probleme mit dem Verstorbenen auf. Im Idealfall findet man seinen Frieden und kann langsam beginnen loszulassen. Allerdings kann es auch passieren, dass sich Trauernde in dieser Phase der Trauerbewältigung so sehr zurückziehen, dass sie sich vom Leben entfremden. Die letzte und vierte Phase schließlich steht für Akzeptanz und Neuanfang. Der Verlust von Familienangehörigen oder Freunden wird als Realität akzeptiert, langsam richtet man seinen Blick wieder nach vorn und auf das eigene Leben. Wie lange die Phasen der Trauerbewältigung jeweils dauern, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und kann sich über Monate oder Jahre ziehen. Das Wissen um die Phasen der Trauerbewältigung kann Trauernden nach dem Verlust eines Familienangehörigen oder Freundes helfen, den Trauerprozess zu verstehen und mehr Verständnis für sich selbst und andere aufzubringen.

3. Familie und Freundschaft

Egal in welcher Phase der Trauer wir uns gerade befinden, unsere Familie und unsere Freunde sind nach dem Verlust eines geliebten Menschen eine wichtige Stütze. Mit ihnen können wir über unsere Gefühle sprechen, sie geben uns Halt in schwierigen Zeiten. Oft sind wir mit unserer Trauer nicht alleine, Familie und Freunde durchleben eine ähnliche Situation und können den Schmerz nachempfinden. In der Trauerbewältigung tut es gut zu wissen, dass man mit seinen Gefühlen nicht allein ist. Familie und Freundschaft sind im Leben unverzichtbar, da wir sie an unseren Gedanken und Gefühlen teilhaben lassen können, ohne uns dafür zu rechtfertigen. Manchmal kann es auch helfen, seine Trauer in einer Art Tagebuch aufzuschreiben. Sich seine Gefühle von der Seele zu schreiben kann helfen, den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten.

4. Gib Dir Zeit

Zeit ist ein entscheidender Faktor in der Trauerbewältigung. Auch wenn Trauer in der Gesellschaft heutzutage kaum Platz hat und es gewünscht ist, dass wir immer funktionieren, müssen wir mit uns selbst verständnisvoll umgehen und uns die Zeit geben, die wir brauchen. Trauerbewältigung ist ein Prozess, in dem wir unseren Schmerz verarbeiten und den Verlust eines geliebten Menschen akzeptieren. Das braucht Zeit. Jeder Mensch trauert anders, deshalb dauert die Trauerbewältigung auch bei jedem Menschen unterschiedlich lange. Auch hier sind Familie und Freundschaften ein wichtiger Faktor, da sie ein Auge auf uns haben und womöglich schnell bemerken, wenn wir uns in unserer Trauer verlieren.

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