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Interview

6 Fragen an Jill Mansell

Ist eine Autorin so erfolgreich wie Jill Mansell, möchte man natürlich mehr über sie erfahren. Wie sie zu den Ideen für ihre herzergreifenden Liebesromanen kommt oder wie man sich ein Leben als Schriftstellerin vorstellen kann, sind dabei nur zwei der zahlreichen Fragen, die uns durch den Kopf schwirren. Um Jill Mansell etwas besser kennenzulernen und die Hintergründe zu ihren wundervollen Romanen zu erfahren, haben wir dieses Interview vorbereitet!

Wie kamen Sie zum Schreiben?

Ich habe in einer neurologischen Klinik gearbeitet, was mit dem Schreiben, bis auf die Magazine in den Wartezimmern, rein gar nichts zu tun hatte. Doch eben diese Magazine waren es schließlich, die mich dazu gebracht haben, zum Stift zu greifen und zu schreiben. Ich habe eines Tages einen Artikel über Träume und Herausforderungen gelesen und dann entschieden: Auch ich möchte mich der Herausforderung eines Buches stellen und so wurde der Traum vom Schreiben nach und nach die Realität.

Was ist das Schönste beim Schreiben eines neuen Buches?

Eine schwierige Frage, denn jedes Buch hat seine ganz eigenen Höhen und Tiefen. Das Schönste ist jedoch der Anfang. Wenn ich ein neues Notizbuch aufschlage und weiß, jetzt entsteht ein neuer Roman. Und dann sammle ich Ideen und sehe, wie sie sich durch das Aufschreiben entwickeln und verändern. Und dann beginne ich zu schreiben. Eben dieses Sammeln von Ideen und Gedanken macht sehr viel Spaß und ich liebe es, die Notizbücher zu all meinen Büchern auch nach deren Veröffentlichung noch einmal zu lesen.

Ihre Romane erzählen aus dem Leben – woher bekommen Sie Ihre Inspiration?

Ganz einfach: aus dem Leben. Dafür reicht es manchmal aus, einfach die Augen zu öffnen, aufmerksam zu sein, denn sonst gehen wertvolle Details einfach verloren. Tatsächlich nutze ich auch meine Erfahrungen aus der neurologischen Klinik als Inspirationsquelle. Der Alltag in einer Klinik schreibt beinahe von selbst Geschichten. Diese gilt es nur noch auf das Papier zu bringen – was ich dann mache!

Welchen Rat würden Sie angehenden Autorinnen geben?

Niemals aufgeben! Ist der Traum vom eigenen Buch groß genug, wird er sich auch erfüllen. Davon bin ich überzeugt. Kurse zu kreativem Schreiben können helfen, doch erfordert es auch viel Zeit und Geduld von eigener Seite. Auch wenn es schön wäre, man schlägt selten ein Notizbuch auf und schreibt einfach los. Gerade am Anfang gilt es zunächst herauszufinden, welcher Schreibstil zu einem passt. Und das kann eine Weile dauern.

28 Bücher sind eine ganze Menge – kommen noch mehr?

Darauf gibt es nur eine Antwort: Ja! Das hoffe ich zumindest (Wir auch!). Mein neuester Roman wird im Januar erscheinen und dann lasse ich mich für das nächste Buch inspirieren. Zu den 28 Büchern sollen also noch eine ganze Menge mehr dazu kommen – das Leben schreibt schließlich auch jeden Tag Geschichten, wieso sollte ich dann damit aufhören?

Wie würden Sie Ihren Roman “Wo die Liebe wohnt” in drei Worten beschreiben?

Romantik. Überraschungen. Und Dorfleben.

Doch da gäbe es noch so viele Worte mehr, die den unterhaltsamen Liebesroman beschreiben: Dexter liebt sein Leben in London, die Partys, die Frauen und auch seinen Job. Als seine Schwester Laura plötzlich stirbt, blickt Dexter auf einmal einem anderen Leben entgegen. Denn nun ist er verantwortlich für seine gerade erst acht Monate alte Nichte Delphi und zieht mit ihr aufs Land. Und da gibt es Molly, seine neue Nachbarin. Und Molly bringt Dexters Leben noch mehr durcheinander, als es sowieso schon ist, denn zwischen den beiden prickelt es. “Wo die Liebe wohnt” ist ein Buch, das man am liebsten an einem Abend verschlingen würde.

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