Träumen&Reisen

5 Gründe für einen Trip ins Elsass

Entspannung zwischen Fachwerkhäuschen und feiner Küche - Der Duft von frisch gebackenem Brot und gebratenen Zwiebeln, der uns um die Nase weht. Der Blick, der auf den alten idyllischen Fachwerkhäuschen ruht, umgeben von Bergen, so grün schimmernd wie Pistazieneis. – Wir befinden uns in einer Mischung aus französischer Idylle und kulinarischen Schlaraffenland – dem Elsass!

1. Flanieren in Straßburgs Altstadt

Beim ersten Gedanken an die östliche Region Frankreichs fallen uns sofort die idyllischen Dörfchen und kulinarischen Genüsse ein, die das Elsass so berühmt gemacht haben. Doch die Region auf der anderen Rheinseite hat neben seinen kulinarischen Köstlichkeiten noch zahlreiche weitere Schätze zu bieten.

Zum einen können wir uns auf Entdeckungsreise in eine der bekanntesten Städte des Elsass begeben: nach Straßburg. Umschlossen von den Flussarmen der Ill, schlendert man in der vor der Zerstörung des Zweiten Weltkrieges verschonten Innenstadt zwischen herrlichen Fachwerkhäusern entlang. Lediglich das gotische Münster überragt die beindruckenden Häuser und öffnet seine Pforten für uns. Dabei ist bereits der Münsterplatz, der als schönster Platz Europas gilt, einen Besuch wert. Bestenfalls planen wir unsere Sightseeing-Tour auch noch so, dass wir um 12.30 Uhr das Schauspiel der berühmten 18 Meter hohen Astronomischen Uhr noch mitverfolgen können. Just um diese Zeit setzen sich die Zahnräder der Uhr in Bewegung und die zwölf Apostel drehen ihre Runde um Christus. Dabei werden sie von dem Krähen und Flügelschlägen eines Hahns begleitet.

Im Anschluss an das Schauspiel ruft schließlich die Aussichtsplattform des Münsterturms nach uns. In 66 Meter Höhe erhalten wir einen wundervollen Blick auf Straßburg und können uns von seiner Schönheit verzaubern lassen. Weiter westlich befindet sich schließlich das malerische Viertel „La Petite France“, das mit seinen engen und verwinkelten Gassen mit einer Besichtigungstour lockt. Zwischen den Fachwerkhäusern wirkt die Zeit wie eingefangen und eröffnet uns einen Blick auf die historische Stadtgeschichte. Begeben wir uns schließlich in den Norden und Osten erstrecken sich die beeindruckenden Stadtpalais des 18. Jahrhunderts und die großen Plätze über das Französische Viertel. Jenseits der Ill-Arme und der Altstadt befinden sich die Studenten-, Amüsier- und Künstlerviertel, die mit seiner gegensätzlichen Architektur den Kontrast zu den prunkvollen Sehenswürdigkeiten der historischen Altstadt liefert.

2. Kulturelle Museenstadt Mulhouse

Als zweitgrößte Stadt im Elsass sollten wir auch dem Städtchen Mulhouse einen Besuch abstatten. Seinen Namen erhielt die Stadt durch den Bau einer Mühle und trägt seitdem auch diese als Symbol im Stadtwappen. Entgegen der vielen Weinorte des Elsass, gilt Mulhouse allerdings eher als „französisches Manchester“ und überzeugt mit Industriecharme. Warum es trotzdem einen Besuch wert ist? – Alle Technologie-Begeisterten unter Euch kommen hier auf ihre Kosten. Zahlreiche, vor allem technische Museen, säumen das Stadtbild, weshalb Mulhouse, direkt nach Paris, auch auf Platz zwei der Museumsstädte landete. Zu einem der größten technischen Museen Europas zählt unter anderem das dort ansässige Automobilmuseum. Dieses beherbergt die beeindruckende und äußerst wertvolle Oldtimermodelle, sowie restaurierte Sport- und Luxuswägen. Ein absoluter Must-Have-Seen Platz für alle Automobilliebhaber! Und wem das noch nicht reicht, der sollte auf keinen Fall das jährlich im Sommer stattfindende und berüchtigte Automobilfestival verpassen, das die Cité d’le Automobile für Euch bereit hält!

Doch wer nun glaubt, dass die elsässische Industriestadt nur Autos und Museen zu bieten hat, der irrt sich: die modern-historische Stadt verfügt neben kulturellen Reichtümern auch über zahlreiche Grünflächen und über 30 Parkanlagen, die die grüne Attitude widerspiegeln. Zudem gilt das gute Wasserstraßennetzwerk als besonders heißer Tipp. Während der buchbaren Ausflugstouren zu Wasser lässt sich die faszinierende Landschaft des südlichen Elsass erkunden und bewundern.

3. Mittelalterliches Flair in Colmar

Mit mittelalterlichen Flair lockt schließlich die dritte der bekanntesten Städte: Colmar.

Eines der wohl bekanntesten Fotomotive der Stadt dürfte der Blick von der Petersbrücke auf Klein Venedig sein. Ein schmaler Flussarm der Lauch trennt hier die beiden mit alten Fachwerkhäuschen besetzten Uferseiten und schafft einen von Trauerweiden eingerahmten Blick bis zum Turm der Martinskirche. Diese stammt noch aus dem 13. Und 14. Jahrhundert und zeigt im Bogenfeld des Portals Darstellungen des Jüngsten Gerichts, der Anbetung der Heiligen Drei Könige und eine Statue des Namensgebers St. Martin. Zudem befindet sich dort das Gemälde der Madonna im Rosenhang.

200 Meter weiter erwartet das Musée d’Unterlinden mit Exponaten der Urgeschichte bis hin zur Zeitgenössischen und Volkstümlichen Kunst seine Besucher. Kenner bewundern hier den Isenheimer Altar, ein Meisterwerk des Künstlers Matthias Grünewald.

Auch das Bartholdi Museum beherbergt wahre Schätze wie beispielsweise eine 12 Meter hohe Kopie der Freiheitsstatue New Yorks, die der Bildhauer Bartholdi geschaffen hat. Für Familien empfiehlt sich hingegen ein Besuch im Spielzeug- und Eisenbahnmuseum Musée Animé du Jouet et des Petits Trains.

Doch auch die historischen Bauten wie beispielsweise das Koifhus, das ehemalige Zollamt und das Kopfhaus sind eine Besichtigung wert. Letzteres erhielt seinen Namen durch die 106 Köpfe und grotesken Masken, die die Fassade des alten protestantischen Pfarrhauses zieren und jährlich hunderte Besucher als Fotomotiv anzieht.

4. Auf Erkundungstour des Elsässer Weins

Wer im Elsass ist, darf sich natürlich nicht die berühmte Weinstraße entgehen lassen. Diese trägt schließlich seit 60 Jahren zur Bekanntheit des Elsässer Weins bei. Eingerahmt von mittelalterlichen Burgen, Renaissance-Häusern, sowie blumengeschmückten Gassen und Dörfern versprüht sie ihren zeitlosen Charme. Mit ihren zahlreichen Wanderwegen durch die einzigartige Landschaft lädt sie zur Entdeckung der Region ein. Zu den fünf bekanntesten Weingebieten, die das Label „Vignoble et découverte“ tragen, zählen „Pays de Wissembourg“, „Vignoble de Strasbourg“, „Cœur d'Alsace“, „Terre et Vins au Pays de Colmar“ und „La Route des Vins Sud-Alsace“.

Warum also nicht einen Streifzug durch die Elsässer Weinberge buchen? Dort wird Euch ein Winzer im Vallé Noble mit in seinen Weinberg nehmen und Euch die Weinkultur näher bringen. Als kulinarischer Abschluss wartet auch eine Verkostung der edlen Tropfen im eigenen Weinkeller.

Neben dem köstlichen Wein, erstreckt sich über die Elsässer Weinberge allerdings auch eine romantische Kulisse. Eben diese stimmungsvolle Umgebung nimmt Laura Albers in ihrem neuen Roman „Licht über den Reben – Ein Sommer im Elsass“ auf, in dem sich die junge Übersetzerin Leah in den attraktiven Winzer Marc verliebt. Obwohl es zwischen den beiden knistert, bleibt Marc dennoch ein Stück weit unnahbar und Leah kämpft darum, seinen Schutzpanzer aufzubrechen. Allerdings buhlt auch der ansehnliche Winzer André um ihr Herz und bezirzt Leah. Welches dunkle Geheimnis die beiden Winzer verbindet und ob es offenbart wird, erfahrt ihr in „Licht über den Reben – Ein Sommer im Elsass“.

Seid ihr zudem neugierig, welche weiteren vielfältigen Highlights das Land zu bieten hat, dann lohnt sich ein Leseausflug in Petra van Cronenburgs Buch „Elsass. Wo der Zander am liebsten im Riesling schwimmt.“

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