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Roman-Berater

1001 Schuh Blogroman Kapitel 8

Acht Wochen lang präsentieren wir dir ein neues Kapitel des Romans "1001 Schuh" von Coco Meinhard. Hier findest du das achte Kapitel. 

Kapitel 8

Laura kam sich vor wie im Märchen. Nicht nur wegen der getönten Gläser der Sonnenbrille, die alles in Brombeerfarbe tauchte, sondern weil sie am Sonntagnachmittag bei Style rebel im Allerheiligsten stand: der Werkstatt.

Auch diese war gestern Abend hinter der Metallwand, wo sich Fabian umgezogen hatte, verborgen gewesen.

Hätte am Morgen im Hotel nicht die Plexiglaskugel mit der Miniatursandale auf dem Nachttisch gestanden, Laura hätte geglaubt, dass sie die Preview nur geträumt habe.

Und fast hätte sie gedacht, dass sie auch die Einladung zur morgendlichen Nachbesprechung der Preview nur geträumt hätte. Ungläubig hatte sie das Handy nach dem Anruf von Fabian wieder zurück auf den Nachttisch gelegt. Aber dann hatte sie sich in Windeseile fertig gemacht und war in den Wedding zurückgekehrt. Zurück in die Zentrale von Style rebel.

Ein feiner Geruch von Duschgel, Leder, Kleber und Holzstaub lag in der Luft. Ein Tuch deckte eine Maschine ab. Yunus stand am Zeichentisch. Er trug ein schwarzes T-Shirt und Jeans. Und hatte tiefe Ringe unter den Augen.

Neben ihm drehte Fabian mit seinen kräftigen Fingern ein Lineal, fast so, als ob er es streichelte. Seine Haare waren noch so verwirbelt, als wäre er gerade erst aufgestanden. Das blaue Shirt und die Shorts gehörten tatsächlich zu einem Herrenpyjama – wie Ben sie auch trug.

»Wunderbar, dass du wirklich kommst«, sagten Fabian und Yunus wie aus einem Mund. »Wir ticken einfach gleich, da lässt sich nichts machen.« Sie mussten lachen.

Es war einfach ansteckend.

Yunus legte einen Stift auf den Zeichentisch. Sein Blick erfasste sie so, als sei jedes noch so kleine Detail an ihr von großer Wichtigkeit. Und Laura genoss es. Es zog sie geradezu magnetisch zu ihm hin.

»Yunus setzt deine prognostizierten Trends bereits um.« Fabian wies mit dem Lineal auf den breiten Arbeitstisch. »Deine Vorhersagen haben ihn unheimlich inspiriert.«

Laura entdeckte nur lila Leder, das kurvig beschnitten war, und Silberlamé in Streifen. Etwas ruhte auf den Lederresten wie übergroße Samen von Pusteblumen. »Aha?«, mehr fragte sie lieber nicht.

»Ich habe sofort angefangen zu zeichnen, kaum dass die letzten Gäste gegangen waren.« Yunus deutete zu einem durcheinandergeratenen Stapel Papier. »Es musste einfach raus.«

»Er hat wieder mal so gut wie nicht geschlafen.« Fabian drohte ihm mit dem Lineal. »Übertreiben darfst du es aber nicht. Gesundheit ist auch wichtig.«

Das klang so liebevoll wie bei ihren Großeltern. Vielleicht sind die beiden ja doch ein altes Ehepaar. Schließlich war es offensichtlich, dass Fabian hier genächtigt hatte. Wo eigentlich genau? Ein Bett gab es jedenfalls nicht in der Werkstatt.

Fabian legte das Lineal auf den Tisch. »Zeit für den nächsten Espresso. Willst du auch einen?«

»Gern.« Sie brauchte Energie für das, was unweigerlich kam. Ihr schlechtes Gewissen drückte sie. Aber sie konnte nicht anders, es faszinierte sie einfach zu verfolgen, wie die Style rebel-Schuhe vom ersten Entwurf an entstanden.

Während Fabian hinter der blauen Metallwand verschwand, die jetzt aber quer in den Raum ragte und den Paradiesbaum von gestern fast ganz verdeckte, schob Yunus Lederschnipsel auf dem Arbeitstisch hin und her.

»Ihr scheint euch ja sehr gut zu kennen«, sagte Laura, weil sie zu neugierig war.

»Das kommt von allein, wenn man so viel Zeit miteinander verbringt. Er ist mein Partner.«

»Aha.« Es war ihr nicht wirklich neutral rausgerutscht. Hinter der Wand zischte die Espressomaschine.

»Moment.« Yunus wirbelte mit den Fingern einen Pusteblumensamen weg. »Nicht so, wie du vielleicht denkst. Nur im Geschäft.«

Und auf einmal erinnerte Laura sogar physisch die Umarmung von gestern hinter dem Baum der Erkenntnis, als er sie beschworen hatte, seine Muse zu sein. Wenn sie doch nur die wäre, für die er sie hielt …

»Eine Schuhmarke aufzubauen, ist verdammt viel Arbeit. Ohne Fabian könnte ich das nicht.«

Er war ehrlich. Laura lehnte sich mit der Hüfte gegen den Tisch und stützte die Hand auf eine Zeichnung. In die wirren Linien hätte sie vielleicht eine Fratze hineininterpretiert, aber keinen von Yunus’ Schuhen. Ob er eine Art geheimes Bildsystem benutzte? »Wo habt ihr euch kennengelernt?«, damit sie nicht weiter nachdenken musste, was sie hier eigentlich tat: die Rolle ihrer besten Freundin ohne deren Zustimmung weiterspielen und die beiden im falschen Glauben lassen.

»Bei einem Tennisturnier«, sagte Fabian und stellte ihr den Espresso hin.

Die Schlafshorts hatten den Vorteil, dass sie seine Beine bewundern konnte. Er musste auch Läufer sein, sonst hätte er nicht solche Waden. »Tennis?«, fragte sie trotzdem.

»Angelina, also Fabians Freundin –«

»Damalige und Exfreundin, bitte.« Fabian rührte in seinem Tässchen.

»Ja, genau.« Yunus rieb sich die müden Augen. »Also Angelina hatte die Schirmherrschaft für dieses Turnier im Monte Carlo Country Club in Monaco, und ich hatte meinen zweiten oder dritten Kunden auf Empfehlung, dem ich einen Manufakturschuh machen sollte. Der Monsignore nahm mich mit zum Empfang …«

»Wir beide langweilten uns, weil alle nur mit Angelina fotografiert werden wollten.« Moment. Monaco? Die beiden konnten nur die Angelina meinen, die für die größten Designer modelte.

»Und ich wollte aus der Familienfirma etwas machen. Sicherheitsschuhe, okay, damit verdient man gutes Geld, aber besonders kreativ ist es nicht.«

Laura wollte eigentlich nachhaken, aber die beiden plauderten fröhlich drauflos. Und sie verstand, warum die beiden eine Firma zusammen gegründet hatten. Sie ergänzten sich prima, harmonierten perfekt. Und sie wusste gar nicht, wer von beiden mit- und hinreißender erzählte.

»Eigentlich wollte ich allein starten, aber Fabian hat meinen Businessplan Gott sei Dank rechtzeitig zerpflückt.«

»Wie du meine brave Provinzkollektion.« Fabian stellte das Tässchen ab. »Du bist der Créateur. Schau nur, Josefine, was er wieder Tolles macht.« Er zeigte auf den Werktisch.

Laura lächelte brav. »Ich kann nichts erkennen, was an einen Schuh erinnert.« Sie wies über die Lage Silberlamé, an der Yunus gerade mit einem Messer herumschnitt.

»Gib mir noch eine Viertelstunde«, murmelte Yunus leise.

Laura lernte im Minutentakt. Erst zauberte Yunus aus einer Schublade einen Holzleisten hervor, dann fügte er Lage um Lage lila Leder aneinander, korrigierte minimal die Anordnung der Schnipsel, klebte sie mit einem Vorkleber. Zog und drückte alles über den Leisten. Laura erinnerte das an eine widerspenstige Badekappe, die man sich überzog.

Fabian zog ein Tuch von einer Nähmaschine für Schuster herunter. Yunus hockte sich auf den runden Sitz davor, spannte Garnspulen ein, rot und blau, ließ die Maschine losrattern.

»Irre.« Laura beugte sich näher heran, weil es magisch war: Aus flachen, scheinbar willkürlich geschnittenen Lederteilen entstand ein dreidimensionales Wunderwerk. »Was für eine irre Geschwindigkeit.« Mit jedem Blinzeln wuchs mehr davon empor.

Yunus ließ die Nadel über die Lederstreifen tanzen, raste die Nähte entlang, als könne es Fehlstiche niemals geben. Er wechselte so schnell Ansatz wie Nähtempo, bewegte das Lamé rückwärts, vorwärts, dass sie kaum noch sah, was für ein Schuh genau in seinen Händen entstand.

Die Maschine lief aus.

»Hammer!«, rief Yunus und streckte den Arm nach links. Fabian sprang um den Werktisch herum, kramte das Werkzeug aus der Schublade und warf es Yunus zu.

»Stifte, silber, fünfer, zwanzig Stück.«

Laura hielt den Atem an.

Fabian raschelte an einem Kasten im Wandregal, kippte das Zeug aus seiner kräftigen Hand neben dem Nähplatz aus.

Yunus hämmerte eine helle Sohle unter den Schuh.

»Für die hat er als Erstes in der Nacht, zwischen drei und vier Uhr, die Doublure gemacht.«

Was immer das war, Laura war es egal. Das Wunder entfaltete sich vor ihren Augen: Je mehr Yunus Stifte einhämmerte und das genähte Leder an die Schuhsohle fügte, je mehr das Leder Spannung über dem Leisten bekam, desto mehr erwuchs daraus ein Damen-Abendschuh.

Yunus sprang auf, um den Tisch, sammelte in Windeseile die übergroßen Pusteblumensamen auf. »Habe ich heute früh aus Metalldraht gestanzt.«

Er fädelte, stach und nähte wie der Blitz. Pustekranz für Pustekranz sank auf das lila Leder, verband optisch die Silberlamé-Streifen wie zu einem Wolkenband, aus dem die Samen segelten.

»Die Schnalle für den Querriemen an der Fessel habe ich aus härterem Metall gemacht.« Yunus klang so sachlich wie ein Chirurg.

Lauras Herz schlug schneller. So etwas hatte noch kein Schuhblog im Netz gezeigt: wie ein Traumschuh entstand – aus nichts als ein paar Fetzen.

Auch Fabian verharrte wie gebannt. »Seine Arbeitsgeschwindigkeit hat mich vom ersten Tag an fasziniert. Dafür bewundere ich ihn«, sagte er ganz, ganz leise.

Stich um Stich, ein, zwei korrigierende Schnitte mit dem scharfen Zuschneidemesser, das mikroskopische Lederreste entfernte.

Yunus hielt den fertigen Schuh Fabian und ihr hin. Er lächelte glücklich. »Und, Josefine, liege ich im Trend?«

»Absolut.« An nichts hatte Laura weniger Zweifel.

Yunus warf den Schuh Fabian zu. »Den zweiten mache ich später. Ich muss ihr erst meine anderen Ideen zeigen.« Er spurtete von der Nähmaschine zum Werktisch. Drückte den Stapel seiner Zeichnungen breit im Fächer über alle Leder- und Laméreste auseinander. »Du bist meine Muse.«

Laura erfasste ein seltsames Gefühl von Verzweiflung. Sie konnte doch nicht seine Begeisterung durch ein Geständnis zerstören, wenn dadurch seine Inspiration für solche Wunderwerke versiegte. Wie sollte sie ihm nur die Wahrheit sagen, wer sie eigentlich war?

»Wirklich. Hier und hier.« Yunus’ staubige Finger zeigten auf Gekrakel und Gekritzel. »Der Scientific Hop-on-hop-off.« Er fuhr sich durchs Haar. »Josefine, egal was es kostet. Sag mir, ob meine Intuition richtig ist, dass die kleinen Trichterabsätze wieder kommen, die ein bisschen verspielter und gerundeter sind?« Er stützte sich mit den Ellbogen auf den Tisch und sah sie schräg von unten her an. »Bitte, ich muss das wissen, sonst kann ich nicht schlafen.«

»Und Schlaftabletten gibt es nicht«, sagte Fabian streng.

Es war verführerisch, so bewundert zu werden. Aber immer weiter lügen … das lag Laura nicht. Das könnte sie nicht, und das hatte Josefine auch nicht verdient, selbst wenn es noch eine Weile gut ginge. »Also.« Laura setzte die Sonnenbrille ab. »Josefine Kohrs betreibt Futurissimo, das ist eine Trendscout-Agentur …«

»Mach dir keine Sorgen um Geld. Wir investieren das. Yunus braucht das einfach für seine …«

»… meine Nerven. Bitte«, er beugte sich noch mehr auf den Tisch. »Josefine, du weißt doch von tausend Beispielen, wie es ist, wenn jemand wie Yunus für seine Kunst wirklich brennt.«

»Josefine sicher …« Es war so weit. Sie könnte das nicht. Laura holte tief Luft. »Ich aber nicht.« Laura fischte nach ihrer Visitenkarte in der Jackentasche.

»Wie bitte? – Was?«, fragten die beiden, nicht ganz im Chor.

Laura schlug die Augen nieder. »Ich bin nicht Josefine Kohrs.« Sie legte die Visitenkarte zwischen die Ellbogen von Yunus.

Fabian schob ihn langsam an den Schultern weg und griff danach.

»Wie ihr lest, heiße ich Laura Sommer«, hörte sich Laura dumpf wie durch Watte sagen.

Fabian drehte die Karte um. »Die Firma heißt Neu-Atlantis, Hamburg.«

Yunus beäugte das Logo der Agentur. »Schlechtes Design.«

»Ich bin nicht mal Trendscout, sondern Event-Managerin.« Laura musste schlucken. »Ich möchte euch um Entschuldigung bitten, dass ich euch etwas vorgespielt habe.«

»Soso.« Yunus kniff ein Auge zu und wackelte mit dem Zeigefinger. »Josefine? Du spielst doch gerade Scharade mit uns.« Er langte nach seinem Schuh. »Diese Story kann überhaupt nicht wahr sein. Ich spüre es genau.« Er drehte den Abendschuh mit den lila Pusteblumen. »Das ist ein Modell für die nächste Saison. De-fi-ni-tiv.«

Laura drehte die Handflächen nach außen. »Ich habe bloß herausgesprudelt, was mir in der Show durch den Kopf geschossen ist.«

»Aber Lamé ist genial. Seit Jahren vergessen. Das erfindet niemand einfach so.«

»Habe ich aber.« Laura schämte sich. Es war die gerechte Strafe, dass sie ihr nicht einmal glaubten. Und sie sich noch extra Mühe geben musste, um ihr ganzes Lügengebäude einzureißen. »Vielleicht liegt es daran, dass ich leidenschaftliche Schuhsammlerin bin, dass es nicht der totale Quatsch geworden ist.«

»Du bist was?« Fabian fuhr sich mit beiden Händen in die Haare, und sein Shirt rutschte über seinen Nabel.

»Das ist bestimmt nichts im Vergleich zu euch. Ich habe nur ganz wenige. Hundertsiebenundzwanzig Paar.«

Fabian sackte mit der Hüfte gegen den Werktisch und prustete los. »Und wir haben’s nicht gemerkt.«

»Nicht mal Dawn Hedgington. Die war auch nur zickig wie immer.« Yunus blinzelte, sein Mund verzog sich rechts, links, dann brach auch er in Lachen aus. »Nicht mal der Obermodepapst Jarl hat’s gemerkt.«

»Jos… Laura, du bist fantastisch.« Yunus kam einen Schritt näher und nahm sie einfach bei den Schultern. Er drückte ihr einen dicken Kuss auf die Wange. Lauras Wange kribbelte bei der Berührung seiner Lippen. »Allein schon für die Inspiration für den Laméschuh hier, von den anderen Ideen ganz zu schweigen, verzeihe ich dir alles.«

Fabians Lachen endete in einem langen, lauten Atemzug, und seine geschwungenen Lippen verzogen sich zu einem spitzbübischen Grinsen. In seinen Augen blitzte es. »Alle haben dir bei den Trend-Prophezeiungen an den Lippen gehangen. Was für eine Szene.« Er hob den Finger. »Gut zu wissen fürs Marketing, dass so ein Bluff funktioniert.«

Laura war froh, dass sie nicht hochkant rausgeworfen wurde, samt Klageandrohung und wer-weiß-noch-was. Aber die Fröhlichkeit konnte sie nicht teilen. Ihr Zwischenspiel im geheimen Zentrum von Style rebel ging zu Ende, das war klar. »Schön, dass ihr das mit Humor nehmt.« Sie senkte den Kopf und griff zu ihrer Handtasche. »Auf jeden Fall, vielen Dank für die fantastische Show.«

Laura tat es in der Seele weh, dass sie die beiden so hintergangen hatte. Sie wusste nicht, ob es die Schuhe waren oder die beiden, zugegebenermaßen, ziemlich attraktiven Männer, die hier vor ihr standen, aber sie fühlte sich einfach zu diesem kreativen Ort hingezogen. Und mehr als nur ungern wollte sie ihn wieder verlassen – besonders in dem Wissen, dass es kein Zurück gab. Auch wenn sie das gestern schon einmal gedacht hatte. Aber ein zweites Mal würden sie sich jetzt sicher nicht mehr bei ihr melden.

Sie schwieg einen Moment, und beide musterten sie. Eine Falte legte sich auf Fabians Stirn. Er legte die Hand auf ihren Unterarm. »So einfach kommst du uns nicht davon. Wie bist du überhaupt an die Einladung gekommen?«

Yunus zog die Brauen zusammen. »Du hast recht. Wir müssen uns unbedingt bei Frau Kohrs entschuldigen, falls … Nun ja, falls du ihr die Einladung aus Schuhleidenschaft … entwendet hättest.«

»Eine Diebin bin ich nicht!« Der Verdacht lag natürlich nahe. Laura schüttelte energisch den Kopf. »Es ist so: Josefine ist meine beste Freundin, und weil sie gerade in Florida ist und ich in einer Krise …« Mist, Laura biss sich auf die Zunge. Sie zog gerade ihre Freundin mit rein. Oh Gott.

Fabian kniff die Augen zu wie Erwachsene, deren Kids irgendein Zeug erzählen, wenn sie beim Kiffen erwischt werden. Yunus machte große Augen. »Sie hat den Code weitergegeben?«

Auf einmal war Laura der ganze Leder- und Klebergeruch unangenehm. Sie durfte Josefine nicht noch mehr reinreiten. »Es war … ein Notfall. Sozusagen. Josefine wollte mir nur helfen, weil … als Schuhsammlerin … und da war dieser schreckliche Vorfall am Freitagabend … also …«

»Ja?« – »Nein?«, fragten sie nacheinander.

Laura war seit Jahren nicht mehr rot geworden, aber jetzt fühlte sie es. »Es ist zu peinlich.«

»Ein verlorener Schuh aus der Sammlung?«, versuchte es Yunus.

»Ein uncharmanter Kerl?«, riet Fabian.

Laura verletzte die Ironie, wenn sie ihnen dafür auch nicht böse sein konnte. Sie fühlte, wie sie glühte. »Beides.«

Sie schauten alle in verschiedene Richtungen, Fabian auf Lauras Beine, Yunus zu seiner Nähmaschine und Laura zur Decke, wo ein Ast des Paradiesbaums über die Metallwand herüberragte.

»What a magical weekend.« Fabian streckte Yunus die Hand entgegen. »Dem wir diesen Schuh verdanken.«

Yunus schlug ein. »Dann verzeihen wir mal alles, unter der Bedingung, dass es ein Geheimnis bleibt.«

Fabian und Yunus streckten ihr die Hände aufeinandergelegt her.

Laura legte ihre drauf. »Versprochen.«

Sie ließen los.

Jede Sekunde, die verging, lastete auf Laura. »Ich fahre dann mal besser.« Sie griff ihre Handtasche. »Ich finde schon raus.«

»Gute Reise nach Hamburg«, sagte Fabian. Yunus wandte sich seinen Zeichnungen zu. Laura warf einen letzten Blick auf das lila Lamé-Modell. Sie war nicht mehr sicher, ob Style rebel wirklich den zweiten für die nächste Kollektion produzieren würde.

»Danke«, murmelte sie noch, als sie den geordneten Rückzug antrat. Sie wagte es nicht, auch nur einen Blick zurückzuwerfen.

»Was für eine wahnsinnig …«, hörte sie noch Fabians Stimme hinter sich, aber den Schluss seines Satzes wollte ihr Ohr auf dem Weg nach draußen einfach nicht durchlassen.

 

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1001 Schuh

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Ein extrem attraktiver Schuhdesigner, ein smarter Schuhfabrikantenerbe und jede Menge Chaos. Die lockerleichte, zuckersüße Dreiecks-Liebesgeschichte von Debut-Autorin Coco Meinhard. Schuhe verändern dein Leben. Das weiß Laura, die erfolgreich in einer Hamburger Event-Agentur arbeitet und leidenschaftlich Schuhe sammelt. Dieses Hobby versteht nicht jeder, und so findet sich Laura als frischgebackene Single in einem mächtigen Stimmungstief wieder. Ihre beste Freundin Josephine schmuggelt sie zum Trost zu einer geheimen Preview bei Yunus Q, dem Shooting Star der Schuh-Designerszene, der sie prompt zu seiner neuen Muse auserwählt. Als dann auch noch Fabian Schröder, Schuhfabrikantenerbe und smarter Mitinhaber des Labels, Laura näherkommt, wird ihre Gefühlslage kompliziert. Denn Yunus gefällt ihr ebenfalls sehr gut – mehr als das, wenn sie ehrlich ist. Doch dann taucht überraschend Top-Model Angelina Labrée auf, die ihren Ex Fabian zurückerobern will. Gleichzeitig zieht das Model Yunus immer mehr in ihren Bann. Ehe Laura die Warnungen ihrer besten Freundin Josephine vor dem internationalen Fashion-Business richtig begreift, wird sie in raffinierte Intrigen und ein Liebeschaos verstrickt, das seinesgleichen sucht ... »1001 Schuh« von Coco Meinhard ist ein eBook von feelings*emotional eBooks. Mehr von uns ausgewählte romantische, prickelnde, herzbeglückende eBooks findest Du auf unserer Facebook-Seite. Genieße jede Woche eine neue Liebesgeschichte - wir freuen uns auf Dich!

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