Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie
Familiensaga

Zur Ruhe kam der Baum des Menschen nie

feelings

Stan Parker, ein nachdenklicher junger Mann, Nachkomme englischer Einwanderer, fährt mit seinem Wagen in den australischen Busch; er hat ein Stück Land geerbt, rodet es, baut ein Haus, heiratet; langsam wächst die Farm, Straßen entstehen, Siedlungen, ein Postamt, eine Kirche, eine Gemeinde. Kinder wachsen auf, Freundschaften werden geschlossen, und immer wieder müssen die Siedler gegen die Gewalt dieses mächtigen Kontinents ankämpfen. Der erste Weltkrieg kommt, aber er bleibt für die Männer, die nach Europa ziehen, nur eine Episode, verglichen mit der Stille und Kraft des Erdteils, der ihre Heimat geworden ist.Stan und seine Frau Amy sehen ihre Kinder heranwachsen, sehen irgendwann die Zivilisation ihr stilles Land erobern, als die sich ausdehnenden Vororte einer Stadt gegen die Grenzen der Farm drängen. Für die Eheleute eine fremde und unheimliche Welt, für ihre Kinder eine Verlockung. Die jungen Parkers verlassen, kaum erwachsen, ihre Eltern. Die alten Parkers können ihr Land nicht mehr allein bewirtschaften, ihre Farm verfällt, ihren Kindern sind sie entfremdet, nur sie selber sind die gleichen geblieben in ihrem dunklen, niemals in Worten ausgedrückten Begehren, das, was man so einfach den Sinn des Lebens nennt, zu begreifen.Aufstieg, Vergehen und Ende des Menschen – das ist die schlichte Fabel dieses Romans, die der australische Schriftsteller Patrick White in weitgespanntem Bogen, in dichter, gelassen sich entfaltender Darstellung zu einem reichen Gewebe menschlichen Schicksals ausspinnt.