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Drift
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Drift

Genre: Familienromane
Format: eBook
Verlag: ROWOHLT E-Book
Ein kleiner Küstenort – eine Idylle, die trügt. Fremde werden hier argwöhnisch beäugt, schon gar, wenn ihre Ferienhäuser den freien Blick aufs Meer verstellen. Die Jüngeren hingegen würden viel lieber in die anonyme Großstadt ziehen, schaffen es aber nur selten, sich von einer Gemeinschaft abzunabeln, in der jeder mit jedem verwandt oder verschwägert ist und jeder jeden kontrolliert. Als ein tödlicher Unfall geschieht, der vielleicht sogar ein Mord war, brechen alte Feindschaften neu aus, und Verschwörungstheorien greifen um sich. Doch nicht nur das soziale Gefüge wankt: Schon lange nagt die Meeresbrandung an der Landschaft und lässt die bebauten Klippen gefährlich bröckeln … Mit »Drift« hat Ulrike Syha ein Heimatstück geschrieben, dessen Unheimlichkeit an die Filme von David Lynch erinnert. Immer wieder laufen ominöse Jogger in Funktionskleidung durch das Bild, leere Schlauchboote treiben am Strand, Transporter liefern verdächtige Waren aus dem Internet, Vögel flattern gegen Fensterscheiben, und Ausländer sind nur willkommen, wenn sie Restaurants eröffnen. Das Dorf ist bei Syha buchstäblich global geworden, und was in Lifestyle-Magazinen à la »Landlust« als heile Welt verklärt wird, wächst sich in »Drift« subtil und mit sarkastischem Humor zur Apokalypse unserer vernetzten Zivilisation aus.

Ulrike Syha

Geboren am 26.02.1976 in Wiesbaden, 1995 Abitur in Mainz, anschließend Jahrespraktikum am Staatstheater Darmstadt in der Saison 1995/96 – zuerst im Bereich Dramaturgie, dann als Regieassistentin.
Ab Winter 1996 Dramaturgie-Studium an der Hochschule für Musik und Theater “Felix Mendelssohn Bartholdy” Leipzig. Während des Studiums verschiedene Regieassistenzen am Schauspiel Leipzig. Von 1999 bis 2002 Engagement als Regieassistentin am Schauspiel Leipzig.
Im April 2002 war Ulrike Syha Teilnehmerin der Schreibwerkstatt/Werkstatttage am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.
2002 erhielt sie den Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker.
Ihr Stück »Nomaden« war 2003 für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert, ebenso 2009 ihr Stück »Privatleben«.
In der Spielzeit 2009/10 war Ulrike Syha Hausautorin am Nationaltheater Mannheim. 

Weitere Preise und Auszeichnungen: Stipendium der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart (Herbst 2006 bis Sommer 2007), Stipendiatin der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen (Winter 2007/08), Aufenthaltsstipendium in Budapest (Akademie Schloss Solitude in Zusammenarbeit mit dem József Attila Kreis, 2008), dreimonatiges Aufenthaltsstipendium der Kulturverwaltung des Berliner Senats am Literarischen Colloquium Berlin (2008), dreimonatiges Aufenthaltsstipendium der Deutschen Akademie Rom Casa Baldi (2008), Arbeitsstipendium durch das Künstlerhaus Lukas in Visby/Schweden (2009), Förderpreis für Literatur der Freien und Hansestadt Hamburg (2010), Hessisches Aufenthaltsstipendium Litauen (2012), Robert-Gernhardt-Preis (2014), Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts für ihr Stück »Drift« (2018). 
Syhas Hörspiel »Epizentrum« wurde vom NDR produziert (Ursendung: 05.09.2010, Regie: Antje Vowinckel)
Für den Rowohlt Theater Verlag hat Ulrike Syha außerdem zahlreiche Stücke ins Deutsche übersetzt, u. a. von Davide Enia, Wallace Shawn, Alan Ayckbourn sowie vor allem von Martin Crimp.
Ulrike Syha lebt in Hamburg.